Sarstedt

Edeka-Lager wird Notunterkunft für 1000 Flüchtlinge

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Rund 400 ehrenamtliche Helfer der Johanniter, der Feuerwehr und des Technischen Hilfswerks haben am Sonnabend begonnen, die Hallen umzurüsten.

Sarstedt - In einem ehemaligen Edeka-Logistikzentrum inSarstedtim Kreis Hildesheim entsteht derzeit eine neue Notunterkunft für 1.000 Flüchtlinge. Rund 400 ehrenamtliche Helfer der Johanniter, der Feuerwehr und des Technischen Hilfswerks haben rüsten die Hallen um. Am Sonntag sind bereits die ersten Flüchtlinge eingetroffen.

Mit Applaus sind am Sonntag die ersten Flüchtlinge in Sarstedt begrüßt worden. Ein Bus aus Uelzen mit 34 Menschen erreichte gegen 14.30 Uhr die neue Notunterkunft, die in einem ehemaligen Edeka-Lager eingerichtet wurde, berichtet die Hildesheimer Allgemeine Zeitung. Seit mehreren Tagen sind dort die Helfer im Einsatz.

Der Verein habe vom Innenministerium in Hannover einen entsprechenden Auftrag erhalten, teilte die Johanniter-Unfall-Hilfe Niedersachsen mit. Die Helfer müssen den Angaben zufolge die Hallen reinigen und unterteilen, Hochregale entfernen, Betten aufstellen, eine Sanitäts- und eine Registrierungsstation einrichten, Essensausgaben und Sanitäranlagen aufbauen.

Die Arbeiten liefen rund um die Uhr, um so schnell wie möglich die Notunterkunft bis zu 1.000 Flüchtlinge bereitzustellen. Das Innenministerium hatte Ende der Woche mitgeteilt, kurzfristig 2.100 Notunterkunftsplätze schaffen zu müssen, um allen Flüchtlingen ein Dach über dem Kopf anbieten zu können. Am Donnerstag war die Niedersächsische Akademie für Brand- und Katastrophenschutz in Celle und Loy im Kreis Ammerland vorerst ebenfalls für Flüchtlinge bereitgestellt worden.

Dort waren am Freitag bereits die ersten 50 Schutzssuchenden eingezogen. Die vorläufige Schließung der Schule für Ausbildungszwecke hatte heftige Kritik der CDU hervorgerufen. "Es ist absolut inakzeptabel, dass ausgerechnet die Aus- und Fortbildung der Feuerwehr ausgesetzt werden soll", sagte Fraktionschef Björn Thümler. Die Leitung der Ausbildungsstätte hatte hingegen Verständnis für die "unumgängliche Entscheidung" geäußert. In den vergangenen Wochen hat Niedersachsen nach eigenen Angaben an mehr als 20 Standorten fast 10.000 Plätze in Notunterkünften geschaffen.

epd

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