Gewaltverbrechen

Ehemann soll Wolfsburgerin getötet haben

Wolfsburg - Die Polizei in Wolfsburg hat seit Anfang des Jahres mit einer Reihe von Gewaltverbrechen zu tun. Im Stadtteil Detmerode soll ein 48-Jähriger seine drei Jahre ältere Ehefrau getötet haben. Gefunden wurde die Leiche von ihren Kindern – an ihrem Geburtstag.

Nach dem gewaltsamen Tod einer 51 Jahre alten Wolfsburgerin ist der Ehemann als mutmaßlicher Täter verhaftet worden. Der 48-Jährige sei noch am Mittwochabend in Gifhorn gefasst worden, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Ein Ermittlungsrichter habe Haftbefehl wegen Totschlags erlassen. Der Verdächtige, der in das Gefängnis nach Braunschweig gebracht wurde, schweige bisher zu den Vorwürfen.

Am Mittwochnachmittag hatten Medienberichten zufolge zwei Kinder ihre Mutter tot in der Wohnung gefunden. Die Obduktion ergab laut Polizei, dass die vierfache Mutter einem Verbrechen durch äußere Gewalteinwirkung auf den Oberkörper zum Opfer fiel. Weitere Einzelheiten gaben die Beamten aus ermittlungstaktischen Gründen zunächst nicht bekannt.

Nach Angaben von Nachbarn wohnte die Frau mit den beiden Kindern und ihrem Partner in der Etagenwohnung. Am Mittwoch hatte die Mitarbeiterin einer Schulmensa Geburtstag und Anwohnern erzählt, sie wolle feiern. Was danach geschah, ist noch offen. Einer früheren Arbeitskollegin hatte die 51-Jährige vor einigen Tagen gesagt, sie wolle sich von ihrem Partner trennen. „Aber es hörte sich an, als wäre es einvernehmlich“, sagte die Kollegin am Mittwoch.

Inzwischen wurden Familienangehörige, Nachbarn und Freunde befragt. Zwei erwachsene Kinder der Getöteten sollen nicht mehr mit in der Wohnung gelebt haben. Das Motiv für das Gewaltverbrechen sei noch unklar, sagte ein Polizeisprecher.

Weitere Eskalationen in Wolfsburg

Ebenfalls in Wolfsburg eskalierte am Mittwoch der Streit eines Paares in der gemeinsamen Wohnung. Der 35-Jährige und seine 39 Jahre alte Lebenspartnerin schwebten am Donnerstag nach Polizeiangaben weiterhin in Lebensgefahr. Sie konnten noch nicht befragt werden. Passanten hatten die Hilferufe der Frau gehört und die Polizei verständigt.

Bereits Anfang März soll ein 64-Jähriger eine gleichaltrige Frau im Vorgarten ihres Reihenhauses im Wolfsburger Stadtteil Mörse attackiert haben. Die Frau starb an ihren Verletzungen im Krankenhaus. Außerdem erhob die Staatsanwaltschaft Braunschweig am Donnerstag Anklage gegen einen 34-Jährigen, der am Heiligen Abend in Wolfsburg den Lebensgefährten seiner Mutter getötet haben soll.

dpa/rah

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