Happy birthday, Elvis Presley!

Eine Geburtstagstorte für den „King“

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Foto: Elvis Presley (1935-1977) war ein gefeierter Rock 'n' Roll-Musiker und Sexsymbol seiner Zeit.

Bad Nauheim/Friedberg/Wiesbaden - Elvis Presley wäre am 8. Januar 80 Jahre alt geworden. Fans lassen ihr Idol an diesem Tag wieder aufleben - und erinnern gern daran, dass der Sänger auch in Hessen Spuren hinterlassen hat.

An Elvis’ 80. Geburtstag werden in Hessen die Torten angeschnitten. Zwar ist es Jahrzehnte her, dass die US-Musiklegende dort lebte. Doch eingefleischte Fans erinnern noch immer an ihr Idol und wollen Geburtstagspartys in Bad Nauheim, Friedberg und Wiesbaden feiern. „Elvis ist ein Phänomen. Er hat es geschafft, Generationen zu verbinden und mit seiner Musik Generationen zu„überstehen““, sagt Maria Hesterberg, die Vorsitzende des Fanclubs „Elvis-Presley-Gesellschaft“.

Elvis Presley (1935-1977) wäre am 8. Januar 80 Jahre alt geworden. Der „King of Rock’n’Roll“ war von Oktober 1958 bis März 1960 als Soldat in Friedberg stationiert und wohnte im benachbarten Bad Nauheim. Während dieser Zeit lernte er seine spätere Frau Priscilla kennen. Sie lebte damals mit ihrer Familie in Wiesbaden. Dorthin war ihr Stiefvater, ein Offizier, versetzt worden. Zeitzeuge Claus-Kurt Ilge wird wie jedes Jahr an Elvis’ Geburtstag eine Torte anschneiden. Das sei für ihn schon wie ein richtiger Gedenktag, erzählt der 72-Jährige. Er lebte damals in Friedberg und traf den „King“ mehrmals. Er sei der erste Fan gewesen, der dem Musiker im Jahr 1960 zum 25. Geburtstag gratuliert habe, morgens um kurz vor sieben.

„Ohne Elvis gäbe es die Beatles vielleicht nicht“

Angelika Springauf (70) erinnert sich ebenfalls gerne an die Zeit, in der sie nur fünf Minuten von Elvis’ Haus in der Bad Nauheimer Goethestraße 14 entfernt wohnte. „Das Haus war ein Treffpunkt der Jugend aus der ganzen Umgebung“, sagt sie. Großzügig sei Elvis gewesen. Und er habe sich immer wieder zu den Fans vor dem Haus gesellt, sich mit ihnen unterhalten oder auch mal Blödsinn gemacht. Einmal habe sie früher nach Hause gehen müssen, weil eine Mathearbeit angestanden habe. Die sollte besser laufen als die vorherige. Elvis habe sie gefragt, warum sie schon gehe - und eine Woche später nachgehakt, wie die Arbeit gelaufen sei. Das habe sie sehr gefreut. „Die Arbeit war aber genauso schlecht - da hätte ich auch noch bleiben können“, sagt Springauf und lacht.

Für den Präsidenten des Elvis-Presley-Vereins Bad Nauheim-Friedberg, Jürgen Muth, ist klar: „Ohne Elvis gäbe es die Bee Gees oder die Beatles vielleicht nicht. Er war ein Rebell zu dieser Zeit und hat vielen den Weg geebnet.“ Der Verein organisiert ebenfalls Partys zu Ehren des „King“. „Es gibt eine Geburtstagstorte, so wie auch jedes Jahr in Memphis“, kündigt Muth an. In der US-Stadt lebte und starb der Sänger, dort ist er begraben. Im hessischenFriedberg erinnert unter anderem eine Statue an einem Verkehrskreisel an Elvis. Außerdem ist ein Platz nach ihm benannt. Um den gab es allerdings vor einigen Monaten Aufregung, weil über eine mögliche Umbenennung diskutiert wurde.

In Bad Nauheim steht eine Elvis-Stele. In dem Kurort wird es gleich mehrere Geburtstags-Veranstaltungen des Vereins und der Elvis-Gesellschaft, ein Verein mit Sitz in Bonn, geben. Die Stadt selbst bietet spezielle Führungen an. Das Jugendstilbad sei ein Anziehungspunkt für Fans, weil sie authentische Orte aufsuchen könnten, wo Elvis wirklich gewesen sei, sagt Ina Kühlmeyer von der Stadtmarketing und Tourismus-Gesellschaft. Neben der Villa gehört dazu auch ein Sportheim, in dem Elvis 1959 bei einer Weihnachtsfeier zu Gast war. Mehr als 50 Jahre später wollen Fans dort seinen 80. Geburtstag feiern.

dpa

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