Audienz beim Papst

Einmal werden wir noch wach ...

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Foto: Der umstrittene Bischof Tebartz-van Elst inmitten von Kameras. Trifft er am Montag endlich den Papst?

Frankfurt a. M. - Der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst erhält nach Informationen der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ am Montag eine Audienz beim Papst. Während er in Rom wartet, wurde er in einer Umfrage zum peinlichsten Deutschen gewählt.

Dem Bericht der FAZ zufolge ist der Bischof bisher nicht bereit, sein Amt freiwillig aufzugeben. Er gehe davon aus, eine immer markanter hervortretende Mitschuld der Bistumsgremien werde für seine Entlastung sorgen, heißt es in der Zeitung. Derzeit prüft eine Untersuchungskommission der Deutschen Bischofskonferenz Kosten und Entscheidungswege beim Bau der Limburger Bischofsresidenz.

In einer Umfrage von TNS Emnid im Auftrag der Programmzeitschrift "auf einen Blick" wurde Tebartz-van Elst unterdessen zum derzeit peinlichsten Deutschen gewählt – noch vor Bushido, Boris Becker und den Geissens.

Der 53-jährige Tebartz-van Elst steht seit Monaten in der öffentlichen Kritik. Ihm wird vor allem der enorme Anstieg der Kosten beim Bau des mindestens 31 Millionen Euro teuren Diözesanen Zentrums in Limburg vorgeworfen. Seit einer Woche hält sich der Bischof in Rom zu Gesprächen auf.

Derweil beschert der Skandal der hessischen Stadt Limburg einen starken Zustrom von Besuchern. „Es kommen deutlich mehr Touristen her als sonst üblich im Herbst“, sagte Limburgs Erster Stadtrat Michael Stanke (CDU). Viele Menschen würden auf der nahen Autobahn das Schild Limburg sehen und spontan abfahren. Auch die Zugriffzahlen auf die Internetseite der Stadt hätten sich auf täglich 5000 verdoppelt, berichtete Stanke.

dpa

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