Streckensperrungen

Elbflut beeinträchtigt weiter Bahnverkehr

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Seit einer Brückensperrung aufgrund des Hochwassers kam es zu großen Verspätungen im ICE-Verkehr.

Hannover - Aufgrund des Hochwassers ist die Elbbrücke bei Schönhausen weiterhin gesperrt. Daher kommt es zwischen Hannover und Berlin sowie zwischen Frankfurt/Main und Berlin bei der Bahn zu großen Verspätungen von einer bis ca. drei Stunden. Teilweise fallen Verbindungen komplett aus.

Die Wucht der Elbeflut ließ am Montag einen Damm bei Fischbeck in Sachsen-Anhalt brechen, Tausende Menschen mussten sich in Sicherheit bringen. Seit einer Brückensperrung kommt es zu großen Verspätungen im ICE-Verkehr.

Kostenlose Servicenummer

Die Bahn hat für alle Kunden eine kostenlose Servicenummer eingerichtet. Bis auf weiteres erhalten Kunden unter 08000 99 66 33 kostenlos aktuelle Informationen rund um die Uhr. Kunden im Ausland erhalten Informationen unter +49 1805 334444 (Gebühren je nach Herkunftsland und Provider).

Betroffen ist die ICE-Linie Berlin-Hannover-Hamm-Düsseldorf/Köln, die zwischen Berlin und Hannover weiterhin über Wittenberge-Stendal-Wolfsburg umgeleitet wird. Die ICE-Linie Berlin-Frankfurt/Main-München wird ab Göttingen nach Hannover umgeleitet und endet bzw. beginnt dort.

Einschränkungen gibt es noch immer auf der Strecke Berlin-Frankfurt/Main-Basel. Zwischen Hamburg, Berlin, Leipzig/Halle und München verkehrt der ICE zwischenzeitlich wieder planmäßig.

Die Bahn zeigt sich kulant: Bis 23. Juni werden die Kosten für Fahrkarten und Reservierungen bei Verspätungen oder Ausfällen erstattet, wenn Reisende die Fahrt nicht antreten möchten. Tickets mit Zugbindung können auf eine andere, zeitnahe Verbindung umgeschrieben werden.

Am frühen Montagmorgen sperrten die Behörden aus Sicherheitsgründen eine Eisenbahnbrücke über der Elbe nahe Stendal. Deshalb mussten Fernzüge von Frankfurt/Main und Hannover nach Berlin auf andere Strecken ausweichen. Das Ende der Sperrung ist unklar. Reisende können sich auch aktuell auf www.bahn.de/aktuell informieren. Nutzer mobiler Endgeräte erhalten aktuelle Reiseinformationen über m.bahn.de/ris.

Die Flutschäden in ganz Deutschland werden inzwischen auf eine zweistellige Milliardensumme geschätzt. Ein ohnehin geplantes Treffen der 16 Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Merkel soll an diesem Donnerstag um Gespräche zur Fluthilfe erweitert werden.

Die oppositionellen Grünen forderten Milliardenhilfen und ein langfristiges Schutzkonzept. Die Schäden seien größer als bei der Flut von 2002, doch die Mittel bislang weit kleiner als damals.

dpa/aku

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