Kritik an Unterrichtsgestaltung

Elternvertreter: „Zeit vor Ferien sinnvoll nutzen“

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Foto: Petra Wiedenroth findet es schade, dass die Zeit vor der Ferien nicht sinnvoller genutzt wird.

Hannover - Freitag gibt es Zeugnisse, aber nach Ansicht von Elternvertretern sind viele Gymnasiallehrer und -schüler schon seit Tagen gedanklich im Urlaub. Sie meinen, man sollte die Zeit vor den Ferien besser nutzen.

Montag beginnen die Sommerferien. An den Schulen fühlen sich aber viele Kinder schon seit Tagen wie im Urlaub. Die Noten stehen fest. Statt zu unterrichten lassen Lehrer ihre Klasse Filme gucken oder Fußball spielen. „Entspannung ist gut, aber es ist doch schade, wenn die zwei, drei Wochen vor den Zeugnissen einfach so vertan werden“, sagt Petra Wiedenroth, Geschäftsführerin des Verbandes der Elternräte der Gymnasien. Die Zeit könne besser genutzt werden – für Berufsberatung, Besuche in Hochschulen oder bei der Arbeitsagentur, für individuelle Förderung.

Ob bei Schülern, Lehrern oder Rektoren – Qualitätsentwicklung sei ein Thema, dem sich die Gymnasien durchgehend mehr widmen müssten, nicht nur wenn es gerade passe, sagt Sabine Campe, Vorsitzende des Verbandes der Elternräte der Gymnasien. Kultusminister Bernd Althusmann (CDU) hatte gemeinsam mit den Universitäten regionale Fortbildungszentren eingerichtet, in denen die Lehrer nach neuestem wissenschaftlichem Standard geschult werden sollen. „Die Idee ist gut, aber so richtig angelaufen ist das noch nicht“, sagt Campe. Eine gute Unterrichtsversorgung und noch kleinere Klassen seien die wichtigsten Ziele für das nächste Schuljahr, meinen die beiden Elternvertreterinnen.

Beim Ausbau der Ganztagsschulen setzen sie auf Freiwilligkeit. „Eltern wollen wählen und nicht gezwungen werden.“ Wichtig sei, dass die Verträge für die pädagogischen Mitarbeiter, die die Schüler nachmittags betreuen, rechtssicher seien.

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