Gefährlich und bewaffnet

Entkommener Mörder weiter auf der Flucht

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Der 42-Jährige ist nach Polizeiangaben etwa 1,80 Meter groß und schlank. Er hat braune, kurze Haare, braune Augen und eine auffällige Zahnlücke.

Hamburg/Düsseldorf - Nach einem Freigang kehrt ein Mörder nicht ins Gefängnis in Nordrhein-Westfalen zurück. Jetzt soll der Mann in Hamburg eine Frau bei einem Messer-Angriff in Lebensgefahr gebracht haben. Die Polizei warnt eindringlich vor ihm - und fahndet mit Hochdruck.

Ein Mörder, der aus dem Gefängnis im westfälischen Werl entkommen ist, ist weiter auf der Flucht. In Hamburg gebe es bisher keine Spur von dem 42-Jährigen, sagte eine Polizeisprecherin am Mittwoch. In der Hansestadt soll er am Samstag eine 56-Jährige in ihrem Café im Stadtteil Hohenfelde brutal niedergestochen und lebensgefährlich verletzt haben.

Der Mann wird als sehr gefährlich eingeschätzt, die Hamburger Polizei sucht intensiv nach ihm - auch mit einer Öffentlichkeitsfahndung. Bisher seien aber nur wenige Hinweise gekommen, berichtete die Sprecherin. Die Beamten warnen eindringlich davor, an den vermutlich bewaffneten Mann heranzutreten.

Nordrhein-Westfalens Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) wollte am Mittwoch den Rechtsausschuss des Landtags über den Fall informieren. Nach Angaben des Ministeriums war der gesuchte 42-Jährige am 20. Februar von einem genehmigten, unbegleiteten Ausgang nicht in das Gefängnis in Werl zurückgekehrt. Zuvor hatte er fast 20 Jahre hinter Gittern verbracht. Nach einem ersten Freigang im vergangenen Dezember war er zurückgekommen.

Das Landgericht Wuppertal hatte den Mann 1993 wegen gemeinschaftlichen Mordes an einer Taxifahrerin zu lebenslanger Haft verurteilt. Mit einem Komplizen hatte er die 33-Jährige ausgeraubt und in die Wupper geworfen. Als die Frau dort laut zu schreien anfing, holten die beiden sie wieder aus dem Wasser, stachen ihr mehrmals mit einem Klappmesser in den Hals und warfen sie dann zurück in den Fluss. Dort ertrank die Schwerverletzte. Der Komplize, der zugestochen hatte, war zu zehn Jahren Jugendhaft verurteilt worden.

Dass der 42-Jährige auch für einen weiteren Überfall am Montag in Hamburg-Billstedt verantwortlich sein könnte, dafür gebe es “überhaupt keinen Anhaltspunkt“, erklärte die Polizeisprecherin. Ein Unbekannter hatte dort einen 33-Jährigen niedergestochen, der zuvor mehrere tausend Euro für den Kauf eines Autos abgehoben hatte. Das Opfer wurde lebensgefährlich verletzt.

Der 42-Jährige ist nach Polizeiangaben etwa 1,80 Meter groß und schlank. Er hat braune, kurze Haare, braune Augen und eine auffällige Zahnlücke. Nach Erkenntnissen der Ermittler hat er keine Verbindungen nach Hamburg. Die Hansestadt sei aber ein gutes Pflaster, um sich zu verstecken, hieß es. Im Jahr 2009 etwa hatten Zielfahnder den Schwerverbrecher Thomas Wolf auf der Reeperbahn gefasst.

dpa

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