Tödliche Schüsse auf Landrat Butte

Ermittler suchen Motiv nach Bluttat von Hameln

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Am Freitag wurde Rüdiger Butte, der Landrat des Kreises Hameln-Pyrmont, erschossen.

Hameln - Nach den tödlichen Schüssen auf den Landrat des Kreises Hameln-Pyrmont, Rüdiger Butte (SPD), suchen die Ermittler weiter nach den Motiven des Gewalttäters. Der Politiker war am Freitagvormittag von einem 74-Jährigen in seinem Büro mit einem großkalibrigen Revolver erschossen worden.

Fest steht bislang, dass der Todesschütze ein Waffennarr war und seit Jahren Ärger mit der Justiz und der Verwaltung hatte. Er erschoss sich kurz nach der Tat selbst.

Nach Angaben der Polizei hatte der Todesschütze am Freitag längere Zeit auf den Landrat gewartet. Kurz nachdem Butte den 74-Jährigen dann am Vormittag persönlich mit in sein Dienstzimmer genommen hatte, kam es zu einer Auseinandersetzung. Dann fielen die tödlichen Schüsse aus einem Revolver vom Typ „Smith & Wesson 357 Magnum“.

Dem Schützen war der Waffenschein entzogen worden. 2009 wurde er wegen Waffenbesitzes zudem verurteilt. Er war in der Vergangenheit auch wiederholt mit Straftaten wie Körperverletzung, Urkundenfälschung oder Betrug aufgefallen. Deswegen glauben die Fahnder, dass möglicherweise die „verwaltungsrechtlichen Auseinandersetzungen“ des Mannes mit dem Landkreis etwas mit der Tat zu tun haben. Rund 100 Polizisten arbeiten nun an der Aufklärung des Falles.

Am Freitagabend hatten mehr als 500 Menschen an einer Gedenkfeier für Butte in Hameln teilgenommen.

dpa

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