Toter Popstars als Namensgeber?

Erste Ausfahrt im Amy-Winehouse-Kreisel

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Foto: Fahren die Autos in Göttingen-Weende bald um den Amy-Winehouse-Kreisel?

Göttingen - Gibt es demnächst einen Amy-Winehouse-Kreisel in Göttingen? Mit dieser Idee tut sich jetzt die SPD im Göttinger Ortsverein Weende hervor. Der Hintergrund: Viele öffentliche Straßen sind nach klassischen Komponisten benannt – die Göttinger hätten aber längst andere musikalische Vorbilder.

„Die Ratsfraktion möge sich dafür einsetzen, dass die Kreisverkehre mit Mittelinsel im Stadtgebiet nach verstorbenen Rock-Musikern benannt werden“, sagt Horst Reinert, Ortsvereinsvorsitzender. Die Idee dazu habe er beim Lesen der Musikzeitschrift „Rolling Stone“ entwickelt. Die hatte darüber berichtet, dass in Polen ein Kreisel nach dem verstorbenen Slayer-Gitarristen Jeff Hanneman benannt wurde.

Für die Namensauswahl ließe sich eine Kommission aus örtlichen Musikern und Aktiven der Musikszene bilden. „Zahlreiche Straßen im Stadtgebiet sind nach verdienten Personen des öffentlichen Lebens, der Politik, Wissenschaft, Kunst und Musik benannt“, argumentiert der SPD-Mann. Im Bereich Musik handele es sich jedoch fast ausnahmslos um Komponisten der klassischen Musik.

Inzwischen aber seien Generationen von Göttingern mit einer anderen Musik aufgewachsen. Die könnten laut Reinert mit den Musikgrößen des 18. bis frühen 20. Jahrhunderts nicht viel verbinden. Stattdessen schweben ihm Kreisverkehre etwa zu Ehren von Buddy Holly, John Lennon, Janis Joplin, Kurt Cobain, Amy Winehouse, Jimi Hendrix, Freddie Mercury oder B .B. King vor. „Es wird Zeit, auch ihre Namen im Stadtgebiet zu verewigen“, sagt Reinert.

bib

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