Viele Kinder unter Teilnehmern

Erstes Schlittenhunderennen des Winters im Harz

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Foto: Musher Michael Krehl startete 2012 mit vier Siberian Huskys beim Schlittenhunderennen in Hasselfelde. An diesem Wochenende wird das erste Schlittenhunderennen dieses Winters ausgetragen.

Hasselfelde - Schnee ist derzeit Mangelware im Harz. Aber die Schlittenhunde sollen am Wochenende dennoch dort rennen. Das Kommando übernehmen in vielen Fällen Kinder.

Im Harz wird an diesem Wochenende das erste Schlittenhunderennen dieses Winters ausgetragen. Gastgeber ist zum 13. Mal die Ausflugs- und Westernstadt Pullman City in Hasselfelde, sagte Rennleiter Wolf-Dieter Polz vom veranstaltenden Verein reinrassige Schlittenhunde (Berlin) am Mittwoch. Fast hundert Starter mit 500 Hunden hätten sich für die bis zu zehn Kilometer lange Hatz angemeldet, rund ein Viertel seien Kinder. „Wir sind in Pullman City wetterunabhängig“, sagte Polz. „Wir können mit Schlitten oder Wagen fahren.“ Zu sehen seien Rassen wie Huskys, Malamuten, Samojeden und Grönlandhunde.

Aktuell deute wegen Schneemangels alles auf ein Wagenrennen hin. Polz rechnet nach eigenen Angaben mit bis zu 5000 Zuschauern. Im Vorjahr lockte das Rennen bei Dauerregen 95 Teilnehmer und etwa 2000 Gäste an.

Bei geplanten Rennen des Vereins am 9. und 10. Februar in Clausthal-Zellerfeld sei Schnee dagegen eine Voraussetzung. „Hier sind wir auf die weiße Pracht angewiesen“, sagte Polz. Das Traditionsrennen sei 1981 zum ersten Mal veranstaltet worden und seitdem ein Besuchermagnet mit mehreren Tausend Gästen. „Das war vor mehr als 30 Jahren eines der ersten großen Schlittenhunderennen in Deutschland“, sagte Polz.

Nicht mehr im Kalender des Vereins ist das Schlittenhunderennen durch die Benneckensteiner Waldschneise. Weil die Gemeinde darauf gepocht habe, es bei Schneemangel auch mit Wagen auszutragen, habe Polz die Veranstaltung nach zwei Jahrzehnten abgegeben. „Auf der Strecke liegt teilweise scharfkantiger Schotter“, sagte er. „Wenn kein Schnee liegt, ist die Verletzungsgefahr für die Hunde groß. Das konnten und wollten ich und der Verein nicht mittragen.“

Nun werde sich ein anderer Veranstalter um das Rennen in Benneckenstein kümmern, das laut Gemeinde-Internetseite für den 26. und 27. Januar geplant ist.

dpa

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