Elf Jahre kochte Walter Scheib für die Präsidenten

Ex-Koch von Clinton und Bush tot gefunden

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Foto: Die Aufnahme vom Februar 2006 zeigt den ehemaligen White-House-Koch Walter Scheib. Nach seiner Zeit im Weißen Haus, ließ sich Scheib engagieren und erzählte Anekdoten von den Präsidenten.

New Mexiko - Walter Scheib revolutionierte die Küche des Weißen Hauses, gilt als Erfinder der neuen amerikanischen Küche. Nun ist der Leibkoch von Bill Clinton und George W. Bush tot in einem Fluss gefunden worden. Die Umstände sind noch unklar.

Als Leibkoch für die Präsidenten Bill Clinton und George W. Bush war er in der kulinarischen Welt ein Star. Die trauert jetzt um Walter Scheib. Der 61-Jährige war nahe eines Wanderpfads in einem Fluss in New Mexiko vor sieben Tagen verschwunden. Jetzt fanden Rettungsteams seine Leiche. Wie und woran er starb, teilte die Polizei nicht mit.

Hillary Clinton hatte ihn 1994 ins Weiße Haus geholt. Scheib durfte auch bleiben, als George W. Bush später zum US-Präsidenten wurde. Der Mann, dessen Vorfahren aus Deutschland stammten, hatte sich einen Namen gemacht, weil er die bis dahin buchstäblich altbackene Küche im Amtssitz revolutionierte und ganz auf regionale und saisonale Kueche setzte.

„Das Weiße Haus ist kein Hotel, Restaurant oder Club“, hatte Scheib noch kürzlich gesagt. „Bei der Arbeit dort haben mein Team und ich immer darauf geachtet, dass die Präsidentenfamilie eine Insel der Normalität in einer verrückten Welt hatte.“ Nach elf Jahren beim Präsidenten arbeitete Scheib später fürs Fernsehen, schrieb Bücher und hielt gut dotierte Vorträge.

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