Terror-Organisation

Ex-Rapper „Deso Dogg“ steigt bei IS auf

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Foto: Salafisten beteten 2012 in Bonn, unter ihnen der frühere Berliner Rapper Denis Cuspert (2.v.l.). Damals kam es im Verlauf des Tages zu gewalttätigen Ausschreitungen von Salafisten bei einer Provokation durch eine rechte Splitterpartei.

Berlin - Der Berliner Verfassungsschutz hat nach einem Medienbericht neue Erkenntnisse über den Kampf des deutschen Islamisten Denis Cuspert in Syrien. Der ehemalige Berliner Rapper „Deso Dogg“ sei mittlerweile im engeren Kreis der IS-Kämpfer rund um den Topterroristen Abu Bakr al-Bagdadi angekommen.

Das zitierte die „Bild am Sonntag“ aus einem aktuellen Bericht der Verfassungsschützer. Bei einem Treffen mit hochrangigen IS-Chefs soll Cuspert, der sich inzwischen Abu Talha der Deutsche nennt, demnach kürzlich den Treueeid auf Al-Bagdadi geschworen haben.

In dem Bericht sei auch von einem Video von Ende Juli die Rede, das Cuspert „bei der Schändung einer Leiche“ zeige. Bei dem Toten handele es sich dem Verfassungsschutz zufolge um einen zivilen Mitarbeiter eines Gasfeldes, der wie seine Kollegen augenscheinlich mit Kopfschüssen getötet worden sei.

Dem Blatt zufolge warnt der Bericht vor Cuspert mit den Worten: „Seine Glaubwürdigkeit auf dem Schlachtfeld geht einher mit der gestiegenen Wertschätzung in der internationalen jihad-salafistischen Szene.“ Er genieße „eine exponierte Stellung als deutschsprachiger Propagandist des Islamischen Staates“. Das berge „ein erhebliches Mobilisierungsmoment für einschlägig radikalisierte Personen in Deutschland“. Cuspert könne „junge Menschen für ein vorgebliches Paradiesversprechen ins Verderben locken“.

Cuspert hatte die Bundesrepublik 2012 nach dem Verbot seiner Organisation „Millatu Ibrahim“ verlassen.

dpa

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