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Mutter geschockt: Oma erwartet Geld fürs Babysitten der Enkel

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Von: Lucas Maier

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Wenn Oma auf die Enkel aufpasst: Ist es dreist, wenn Sie dafür Geld möchte?
Wenn Oma auf die Enkel aufpasst: Ist es dreist, wenn Sie dafür Geld möchte? (Archivbild) © Steve Brookland/IMAGO

Eine Mutter verzweifelt, nachdem die Oma für die Zeit mit ihrem Enkel bezahlt werden will. Ihr Mann setzt sogar noch einen obendrauf: „Sie hat das Recht“.

Berlin – Wer Kinder hat, weiß wie wichtig es ist, auch mal Zeit alleine zu haben. Sei es zum Arbeiten, Besorgungen machen oder nur um mal Zeit für sich haben. Doch wer passt auf die Kinder auf?

In vielen Familien kommen da Oma und Opa ins Spiel. So harmonisch das in der Vorstellung der meisten vonstattengeht, so schwierig kann es in der Realität manchmal sein. Gerade die Beziehung zwischen Mutter und Schwiegermutter leidet häufig nach der Geburt eines Kindes. Aus Sicht der Schwiegertochter verschlechtert sich die Beziehung in 20 Prozent der Fälle, das fand eine Studie des Mother-In-Law Project heraus. Im Vergleich dazu, empfinden nur 3 Prozent der Schwiegermütter hier eine negative Belastung.

Kind bei der Oma: Wenn beide Arbeiten passt, die Schwiegermutter auf

Welche extremen Ausmaße diese Belastung annehmen kann, zeigt die Geschichte einer verzweifelten Leserin des Lifestyle-Magazins Brightside. Die Mutter eines erst 6 Monate alten Babys, schrieb in ihrer Verzweiflung einen Brief an das Magazin.

Mit ihrem Mann ist sie laut diesem bereits seit 10 Jahren glücklich verheiratet. Da beide Vollzeit arbeiten müssen, hat die Mutter des Mannes angeboten, in dieser Zeit auf ihren Enkel aufzupassen. Während die Eltern also an der Arbeiten waren, passte die Oma auf Haushalt und Kind auf, machte Wäsche und spülte Geschirr.

Geld für Oma: Mutter von Kind geschockt

Während anfangs alles sehr harmonisch verlief, kam dann aus heiterem Himmel die Eskalation, wie die Frau in der Nachricht schildert.

Gestern hatte ich ein Gespräch mit meiner Schwiegermutter, sie wagte es, um eine Bezahlung pro Stunde zu bitten. Ich bin immer noch komplett geschockt.

Auszug aus dem Brief an Brightside

Zu dem Schock, den das Gespräch mit der Oma auslöste, kam dann noch die Zustimmung ihres Mannes hinzu. „Mein Mann glaubt, dass sie (die Oma), ein Recht auf Bezahlung hat, da wir andernfalls jemand Fremden bezahlen müssten.“

Oma und das Geld: Hintergrund könnten finanzielle Sorgen sein

Auf den Hilferuf der Frau reagiert das Lifestylemagazin, in dem der Mutter einige Tipps mit auf den Weg geben. An erster Stelle sollte das offene Gespräch veröffentlicht:

Das Lifestylemagazin rät der verzweifelten Frau dazu, den Beweggründen der Oma auf den Grund zu gehen. „Denken Sie außerdem daran, dass Ihre Schwiegermutter die Person großgezogen hat, mit der Sie den Rest Ihres Lebens verbringen, also muss sie in Bezug auf die Erziehung viele Dinge richtig gemacht haben“, gibt das Magazin dabei zu bedenken.

Ratlose Frau: Tipps der Redaktion gehen in die dieselbe Richtung wie die Argumentation des Partners

Auch die Suche nach Alternativen wird der Frau ebenfalls nahegelegt. Hier argumentiert die Brightside-Redaktion, ähnlich wie der Partner. Eine professionelle Betreuungskraft sei wahrscheinlich teurer als die eigene Oma und der Besuch einer Kindertagesstätte mit mehr Aufwand für die Eltern verbunden, gibt das Lifestyle-Magazin zu bedenken.

So skurril die Geschichte wohl für viele auf den ersten Blick wirkt, so einfach könnten die Beweggründe dafür sein. Durch die Steigerung der Preise für Lebensmittel, Energie und Co. kann schnell eine finanzielle Belastung für die Oma entstehen. Wie das ganze ausgegangen ist und ob die Schwiegermutter jetzt fürs Babysitten bezahlt wird, ist bisher nicht bekannt. (Lucas Maier)

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