Silvester in Norddeutschland

Farbenprächtige Feuerwerkskörper verdrängen klassische Böller

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Bunte Raketen sind wie hier in Hamburg auch in diesem Jahr beliebt.

Hamburg - Farbenpracht und tolle Effekte – dafür geben die Norddeutschen zum Jahreswechsel ihr Geld aus. Klassische Böller dagegen sind bei der Silvesterknallerei nicht mehr so beliebt wie noch vor ein paar Jahren.

An die 9 Millionen Euro werden Norddeutsche nach Schätzungen des Einzelhandelverbandes (EHV) Nord in diesem Jahr für das Silvesterfeuerwerk ausgeben. Der Verband deckt Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern ab. Bundesweit rechnet er mit einem Umsatz von rund 115 Millionen Euro, ein ähnlicher Wert wie im Vorjahr.

Der Verkauf von Feuerwerkskörpern hat in diesem Jahr am 28. Dezember begonnen. Modernes Feuerwerk, das für besonders farbenprächtige Effekte sorge, werde weiter anziehen, vermutete der Verband. „Der klassische Böller spielt nunmehr eine etwas bescheidenere Rolle.“

Diese neuen Feuerwerkskörper enthielten mehr Schwarzpulver als früher - eine Folge eines Gesetzes, mit dem die EU im Jahr 2009 die Zulassung von Feuerwerkskörpern vereinheitlichte. Gemäß einer Statistik des Verbands der pyrotechnischen Industrie machen diese sogenannten Batterie- und Verbundfeuerwerke inzwischen mit 35 Prozent den größten Teil des Silvesterumsatzes aus. Auf Platz zwei folgen mit jeweils 25 Prozent Raketen und „Familiensortimente“, eine Mischung aus Böllern, kleineren Batterien und Raketen.

Bei sachgemäßer Benutzung bestehe auch bei den neueren Feuerwerkskörpern keine Verletzungsgefahr, sagte ein Verbandssprecher. Dass dennoch jedes Jahr Unfälle passieren, liege an falscher Handhabung sowie illegal erworbener Ware. Das Hamburger Rote Kreuz etwa wird deshalb am Silvesterabend mit 60 Sanitätern zwischen Hafen und Reeperbahn im Einsatz sein: „Wir rechnen besonders mit Feiernden, die sich durch Knallkörper verletzen.“

dpa/sag

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