Brand bei Nordzucker

Feuer in Zuckerfabrik endlich eingedämmt

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Foto: Die Feuerwehr hat den Brand bei Nordzucker in Uelzen unter Kontrolle gebracht.

Uelzen - Der Brand am Silo 9 der Zuckerfabrik Uelzen ist weitgehend eingedämmt. Das teilte das Unternehmen Nordzucker am frühen Freitagnachmittag mit. „Derzeit ist keine akute Brandentwicklung mehr sichtbar“, sagte eine Unternehmenssprecherin. Für eine Entwarnung sei es aber noch zu früh.

Das Feuer war am Donnerstag gegen 14 Uhr ausgebrochen. Zwischenzeitlich hatte die Gefahr bestanden, dass Zuckerstaub in dem Silo explodiert. Die Explosionsgefahr war nach Angaben der Feuerwehr Uelzen gebannt, als das Dach des riesigen Lagerbehälters am Donnerstag einstürzte.

Die Feuerwehr war rund um die Uhr mit zeitweise 15 Kräften im Einsatz. Zwei Löschhubschrauber der Bundespolizei und ein riesiger Teleskop-Kran unterstützen die Arbeiten derFeuerwehrleute. Bis zur Dämmerung flogen die Helikopter am Donnerstag zwischen dem Elbe-Seitenkanal und dem Brand, um Wasser in das rund 82 Meter hohe Silo zu schütten. Auch am Freitag waren noch bist Mittag zwei Hubschrauber im Einsatz.

Die Ursache für das Feuer ist weiterhin ungeklärt. „Die Ermittlungen dauern an. Wir können derzeit weder eine technische Ursache, noch fahrlässige Brandstiftung ausschließen“, sagte der Sprecher der Polizeiinspektion Lüneburg, Kai Richter, gegenüber der HAZ. Mit Ergebnissen sei nicht vor kommender Woche zu rechnen, sagteer weiter.

Insgesamt lagern im neuen Silo 9, das erst im vergangenen Jahr für zehn Millionen Euro errichtet wurde, rund 40.000 Tonnen Zucker. Das benachbarte Silo 8, das bei dem Brand ebenfalls beschädigt wurde, wird nach Angaben von Nordzucker zurzeit geleert. „Die Belieferung der Kunden mit Zucker ist nicht beeinträchtigt und wird vorübergehend von den anderen Nordzucker-Werken übernommen“, sagte eine Unternehmenssprecherin. Bei dem Großbrand ist ein Schaden von mehreren Millionen Euro entstanden, Menschen wurden nicht verletzt.

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