Wieder Brandstiftung in Hameln

Feuerteufel halten Polizei in Atem

Hameln/Stadthagen/Hildesheim - Vermutlich drei Feuerteufel beschäftigen seit Wochen Polizei und Feuerwehr im südlichen Niedersachsen. Die Serienbrandstifter haben jeweils neun Feuer im südlichen Landkreis Hameln-Pyrmont und in der Schaumburger Kreisstadt Stadthagen gelegt.

In Diekholzen bei Hildesheim brannte es sechsmal. Bei den Bränden wurde zwar niemand verletzt. Es entstand zum Teil aber beträchtlicher Sachschaden. Das Problem für die Ermittler: Sie tappen in allen Fällen im Dunkeln. Jüngster Tatort war in der Nacht zu Mittwoch der Aerzener Ortsteil Welsede. Dort ging nach Angaben der Polizei eine Scheune in Flammen auf. Dabei wurden landwirtschaftliche Geräte, Holz und Stroh vernichtet. In den Nachbargemeinden Aerzen und Emmerthal im südlichen Kreis Hameln-Pyrmont wurden seit Mitte Oktober unter anderem ein Getreidesilo, ein Kastenwagen, zwei Vereinsheime und eine Gartenhütte in Brand gesteckt.

Konkrete Hinweise auf den Täter hat die zur Aufklärung der Serie gebildete Ermittlungsgruppe bislang nicht. Ähnlich geht es der Polizei in Stadthagen. Obwohl Feuerversicherer 10 000 Euro Belohnung ausgesetzt haben und die Beamten seit Wochen vor allem nachts auf der Lauer sind, gebe es keine brauchbaren Anhaltspunkte, sagte ein Sprecher. Bereits 2012 hatte es in Stadthagen eine Serie von Brandstiftungen gegeben. Ein Tatverdächtiger wurde vor Gericht allerdings freigesprochen. In Diekholzen (Kreis Hildesheim) hat ein Unbekannter bis Ende Oktober in einem Wohngebiet regelmäßig Feuer gelegt. Dabei brannten unter anderem ein Wintergarten und Autos ab.

dpa

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