Havarierter Frachter

„Flaminia“-Entladung dauert bis Ende des Jahres

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Zwei weitere Monate soll die Entladung des havarierten Frachters „Flaminia“ dauern.

Wilhelmshaven - Die Entladung des havarierten Frachters „Flaminia“ wird sich voraussichtlich noch zwei Monate hinziehen. Als grober Zeitpunkt für ein Ende der Arbeiten werde der Jahreswechsel angepeilt, sagte ein Sprecher der Reederei NSB in Buxtehude am Montag.

Er nahm Bezug auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Fraktion im Bundestag. Auf der „Flaminia“ war am 14. Juli ein Feuer ausgebrochen. Der Erste Offizier wurde getötet, ein 41-Jähriges Besatzungsmitglied von den Philippinen starb Anfang Oktober in einer Spezialklinik. Ein weiterer Seemann wird vermisst. Nach einer wochenlangen Irrfahrt auf hoher See legte das Schiff im September in Wilhelmshaven an.

In der vergangenen Woche wurden nach Reedereiangaben erstmals Container mit Glutnestern aus dem Schiff geholt. In den Frachtbehältern befanden sich stark verdichtete Cellulose, Holz und Papier, die nur durch das Entfernen der Containerhüllen gelöscht werden konnten.

„Die Aufräumarbeiten gehen jeden Tag weiter“, sagte der Reederei-Sprecher. Allerdings verlangsame sich der Prozess, je mehr beschädigte Container aus dem Schiff geholt werden müssten.

Nach Angaben der Bundesregierung sind für die Rückführung des Containerschiffs beim Havariekommando Einsatzkosten in sechsstelliger Höhe entstanden. Der Bund werde diese Kosten beim Versicherer geltend machen. Im Anschluss an die Entladung des Schiffes werde der komplette Vorgang aufgearbeitet.

dpa

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