Havarierter Frachter

„Flaminia“ wird auf Überfahrt vorbereitet

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Die havarierte MSC „Flaminia“ soll nach Deutschland gebracht werden.

Cuxhaven - Bergungsexperten bereiten den havarierten Frachter „Flaminia“ derzeit auf die Überfahrt nach Deutschland vor. Zuvor hatte die Reederei keinen Hafen gefunden, der das Schiff hatte aufnehmen wollen.

Die Lage des teilweise ausgebrannten Containerschiffes habe sich stabilisiert, sagte der Sprecher des Havariekommandos in Cuxhaven, Florian Krekel, am Donnerstag. Die Spezialisten seien dabei, letzte Glutnester zu löschen. Die knapp 300 Meter lange und mit mehr als 2800 Containern beladene „Flaminia“ befindet sich zurzeit 35 Seemeilen vor der britischen Küste. Schlepper sollen sie in die deutsche Bucht bringen.

Experten werten derzeit noch die Proben vom Löschwasser, den Brandrückständen und der Luft im Schiff aus. Sie sollen Aufschluss über die Menge der ausgetretenen Giftstoffe geben. Die „Flaminia“ hat rund 150 Container mit Gefahrgut geladen. Zwei Transportboxen mit PCB-haltigem Material sind verbrannt. „Das Löschwasser wird belastet sein“, sagte Krekel. Erst wenn die Ergebnisse der Proben vorliegen, könne entschieden werden, wie damit umgegangen werden müsse.

Der Hafenausschuss des niedersächsischen Landtags wird sich am Donnerstag kommender Woche mit der Bergung des Frachters beschäftigen. Dazu ist nach Angaben der Grünen-Fraktion auch die Reederei NSB aus Buxtehude geladen.

dpa/sag

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