Gefängnisausbruch in den USA

Fluchtwerkzeuge in gefrorenen Hamburgern

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Foto: Die Mörder David Sweat (l.) und Richard Matt: Ihr Ausbruch gelang dank ins Gefängnis geschmuggelter Werkzeuge.

Dannemora - Drei Wochen lang hielt die Flucht der beiden Mörder David Sweat und Richard Matt den Osten der USA in Atem. Nun ist klar, wie die Schwerverbrecher aus dem Gefängnis im US-Bundesstaat New York entkommen konnten: Eine Mitarbeiterin schmuggelte Werkzeuge in gefrorenen Hamburgern in die Haftanstalt.

Nach dem spektakulären Gefängnisausbruch im US-Bundesstaat New York hat sich eine Mitarbeiterin der Haftanstalt wegen Fluchthilfe schuldig bekannt. Die 51-jährige Joyce M. räumte ein, dass sie Werkzeuge in gefrorenem Hamburgerfleisch in das Hochsicherheitsgefängnis in der Ortschaft Dannemora schmuggelte. Mit dem Schuldeingeständnis vermeidet sie einen Prozess, der Frau drohen bis zu sieben Jahre Haft.

Die Flucht der beiden Mörder David Sweat und Richard Matt den Osten der USA im Juni in Atem gehalten. Die 35 und 49 Jahre alten Schwerverbrecher sägten ein Loch in die Stahlwände ihrer Zellen, zwängten sich durch Schächte und bahnten sich durch Tunnelsysteme und Rohre einen Weg in die Freiheit. Drei Wochen lang fahndete die Polizei nach den Männern und spürte sie schließlich nahe der kanadischen Grenze auf. Matt wurde erschossen, Sweat verletzt festgenommen.

M. soll eine sexuelle Beziehung zu den beiden Verbrechern geführt haben. Die Frau, die in dem Gefängnis als Näherin beschäftigt war, besorgte den Männern Sägeblätter und Bohrer. Ursprünglich wollte sie die Ausbrecher auch mit dem Auto abholen, änderte aber im letzten Moment ihre Meinung. Die Behörden kamen ihr dennoch auf die Spur, eine Woche nach dem Ausbruch wurde sie festgenommen.

afp

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