Zwischenfall in Hamburger Unterkunft

Flüchtlinge bedrohen Betreuer mit Messern

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Foto: In einem Flüchtlingsheim in Hamburg sind am Sonnabend mehrere Jugendliche auf ihre Beteuer losgegangen.

Hamburg - Ein Zwischenfall in einer Unterkunft für minderjährige unbegleitete Flüchtlinge in Hamburg hat am Sonnabend einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Nach einem Streit mit dem Personal zückten die Jugendlichen Messer und gingen auf die Betreuer los.

Als ein 18-Jähriger in eine andere Gruppe verlegt werden sollte, bedrohten mehrere junge Bewohner ihre Betreuer mit Messern, Rasierklingen und Stöcken, berichtete die Polizei über den Vorfall, zu dem es bereits am Sonntag zuvor gekommen war. Auch auf die alarmierten Beamten seien sie zunächst mit Messern zugegangen. Verletzt wurde niemand. Insgesamt 14 Polizeiwagen waren im Einsatz. Das „Hamburger Abendblatt“ hatte zuerst darüber berichtet.

Dietlind Jochims, Flüchtlingsbeauftragte der Nordkirche, geht davon aus, dass die Auffälligkeiten dieser Gruppe nicht größer sind als die bei den übrigen Jugendlichen gleichen Alters, wie die Zeitung weiter berichtete. Gleichwohl sei die Situation etwa in den Unterkünften angespannt. „Es gibt Schwierigkeiten auch aufgrund der Vorbelastungen der Jugendlichen“, sagte sie in dem Bericht. Sie hätten keine familiären Bindungen, Schulstrukturen seien ihnen unbekannt, es fehle an Vertrauen. „Im Kinder- und Jugendnotdienst herrscht bei der Vielzahl der ankommenden Jugendlichen eine Mangelverwaltung“, meinte sie, „man versucht hinterherzukommen, aber Konzepte zu entwickeln, wie man mit diesem Phänomen umgeht, das kommt zu kurz“.

dpa

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