Hubschraubertraining

Flugstunde für Diensthunde

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Foto: Hundeführerin Denise Staedler springt mit ihrem Hund Daiko aus einem Polizeihubschrauber.

Ahrbergen - Flugangst haben nicht nur Menschen. Deshalb werden die Vierbeiner der Polizei beim Hubschraubertraining auf die neue Erfahrung in der Höhe vorbereitet. So können sie in dringenden Fällen schnell zu Einsätzen im Land transportiert werden.

Insbesondere die Diensthunde der Polizei, die in bestimmten Fällen mit dem Hubschrauber zum Tatort gebracht werden müssen, können sich bei der Suche nach Vermissten, Drogenverstecken oder Leichen aber keine Stressgefühle erlauben. „Sie müssen zu jeder Tages- und Nachtzeit ihre erlernten Fähigkeiten abrufen können“, erklärt Alfred Kaufhold, Leiter des Diensthundewesens der Zentralen Polizeidirektion (ZPD) Niedersachsen.

Deshalb sieht der Ausbildungsplan aller rund 200 Polizeihunde in Niedersachsen auch ein spezielles Flugtraining vor. Am Donnerstag absolvierten Hundeführer der Polizei Lüneburg die Übungen auf dem Gelände der ZPD in Ahrbergen.

Die Aufgabe, die die Tiere mit ihren Führern absolvieren müssen, ist einfach: Der Polizeihund muss in einen Helikopter einsteigen. Dann hebt die Maschine zu einem kurzen Rundflug ab. Direkt nach der Landung sollen die Tiere aus dem Hubschrauber springen und eine in einem Auto versteckte Tüte mit Rauschgift aufspüren.

Doch nicht allen Tieren war der Lärm der sich drehenden Rotoren und der dadurch verursachte Wind auf Anhieb geheuer. „Die Hunde müssen während des Flugs einen Maulkorb tragen, damit sie, falls sie wild werden sollten, die Piloten nicht verletzten können“, erklärt Kaufhold. Als Belohnung für den bestandenen Stresstest durften die Polizeihunde anschließend mit ihren Besitzern ausgiebig herumtollen.

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