Weniger Unterrichtsverpflichtung

Förderschulleiter sollen weniger unterrichten

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Foto: „Heute fällt der Unterricht aus“: Schulleiter an Förderschulen sollen weniger unterrichten.

Hannover - Niedersachsens Kultusministerium will die Schulleiter der 230 Förderschulen des Landes künftig entlasten. Die Unterrichtsverpflichtung der Schulleiter soll im kommenden Schuljahr um drei Unterrichtsstunden sinken.

Im Gegenzug müssen die Schulleiter dafür den Einsatz der Förderschullehrer an Regelschulen steuern, teilte das Ministerium am Dienstag in Hannover mit. Nach Angaben eines Ministeriumssprechers entsprechen die Stunden, die für die Leitungsaufgaben bereitgestellt werden, der Summe von 2,5 Millionen Euro. Behinderte Kinder haben seit kurzem einen Anspruch darauf, gemeinsam mit nicht behinderten Kindern unterrichtet zu werden und reguläre Schulen zu besuchen.

Im Schulgesetz ist geregelt, dass die Förderschulen künftig die Funktion von Förderzentren wahrnehmen und den inklusiven Unterricht an Regelschulen organisieren. Die Einführung der inklusiven Schule erfordere einen hohen Einsatz der Schulleitungen, erklärte Niedersachsens Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD). Daher gebe das Land ihnen mehr Zeit für die Organisation.

Seit Beginn des laufenden Schuljahres werden den Angaben zufolge im ersten Schuljahr landesweit gut 1450 Schüler an allgemeinbildenden Schulen inklusiv unterrichtet. Im fünften Schuljahrgang seien es gut 1750 Schüler.

dpa

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