Nach Samenspende

Frau darf Kind ihrer Partnerin adoptieren

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Göttingen - Eine Frau aus Südniedersachsen darf das durch eine anonyme Samenspende gezeugte Kind ihrer Lebenspartnerin adoptieren. Das hat das Amtsgericht Göttingen in einem am Dienstag bekanntgewordenen Beschluss entschieden (Az. 40 F 9/14 AD). Als Geburtsnamen kann das Kind den Familiennamen der annehmenden Frau erhalten.

Das Kind, das zum Zeitpunkt des Adoptionsbeschlusses knapp ein Jahr alt war, sei durch die Samenspende aufgrund des gemeinsamen Willens beider Frauen gezeugt worden, heißt es in der Begründung. Es sei von Geburt an in der bestehenden Lebenspartnerschaft aufgewachsen. Dadurch sei ein Eltern-Kind-Verhältnis entstanden. Für das Kindeswohl bestehe innerhalb der stabilen Lebenspartnerschaft eine positive Prognose.

Wegen der Anonymität der im Ausland erworbenen Samenspende sei die Beteiligung des leiblichen Vaters im Adoptionsverfahren nicht möglich, stellte das Gericht fest. Sie sei aber auch nicht erforderlich.

dpa/ska

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