Gruselmord an Hannoveraner

Freispruch im Kannibalen-Prozess gefordert

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Dresden - Die Verteidigung im Kannibalen-Prozess um den bizarren Tod eines Geschäftsmannes aus Hannover hat den Mordvorwurf gegen ihren Mandanten zurückgewiesen und Freispruch gefordert.

Die einzige Antwort auf die Frage, ob sich der 59-Jährige am 4. November 2013 selbst tötete oder ermordet wurde, sei: „Wir wissen es nicht“, sagte Rechtsanwalt Endrik Wilhelm am Mittwoch im Landgericht Dresden. Wojciech S. habe sterben wollen, um geschlachtet und einverleibt zu werden.

Es sei aber offen, „ob S. den allerletzten Schrittselbst vollzog oder mit aktiver Hilfe unseres Mandanten“. Die Anklage hatte für den wegen Mordes und Störung der Totenruhe angeklagten Kriminalisten zehn Jahren und sechs Monate Haft gefordert.

Andere Fälle

■  Der Kannibale von Duisburg: Joachim Kroll wird im Sommer 1976 in seiner Wohnung in Duisburg festgenommen, als die Polizei nach einem verschwundenen, vier Jahre alten Mädchen aus der Nachbarschaft sucht. Sie finden die Innereien des Kindes in der verstopften Toilette des 43-Jährigen, der gerade dabei ist, Teile der Leiche zu kochen. Insgesamt soll er acht Morde begangen haben. Er wird zu neun Mal lebenslanger Haft verurteilt und stirbt 1991 im Gefängnis. ■  Der Kannibale von Koblenz: Der arbeitslose Elektriker Thomas S. soll am 10. Januar 2002 seine 22 Jahre alte Cousine im Schlaf erstickt haben. Danach soll er den Leichnam der Frau, mit der er sich eine Wohnung im rheinland-pfälzischen Brohl-Lützing teilte, zerlegt und ihre Arme und Beine im Ofen erhitzt haben. Wegen verminderter Schuldfähigkeit wurde Thomas S. nie verurteilt. Er sitzt seitdem in der Psychiatrie.■  Der Kannibale von Rotenburg: Armin Meiwes tötet am 9. März 2001 den 43 Jahre alten Bernd B. und verspeist in den folgenden Monaten dessen Leiche. Der Berliner reiste zuvor zu dem damals 40-Jährigen nach Rotenburg in Baden-Württemberg. Die beiden hatten sich auf der gleichen Internetseite kennengelernt wie Detlev G. und sein Opfer aus Hannover.

jki

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