Unglück in Bad Gandersheim

Fünfjähriger stirbt beim Schwimmen

Bad Gandersheim - Am Sonntag ist ein fünfjähriger Junge im Waldschwimmbad in Bad Gandersheim gestorben. Sein Körper trieb nach Polizeiangaben leblos im Nichtschwimmerbecken. Die Todesursache ist bisher unklar.

Eine Kindergeburtstagsparty im Waldschwimmbad in Bad Gandersheim hat ein tragisches Ende genommen. Einer der kleinen Gäste, ein fünfjähriger Junge, ertrank im Nichtschwimmerbecken. Das Kind trieb plötzlich leblos im Wasser, Versuche, den Jungen wiederzubeleben, scheiterten.

Augenzeugen zufolge hatte der Kleine ursprünglich Schwimmflügel getragen. Offenbar hatte er sie sich aber von den Erwachsenen unbemerkt abgerissen und war dann untergegangen. Seine Mutter soll zu dem Zeitpunkt damit beschäftigt gewesen sein, gemeinsam mit den anderen Erwachsenen nach der Feier aufzuräumen. Weder sie noch der Schwimmmeister bemerkten, dass der Junge unter Wasser geriet.

Mehrere Erwachsene und der Schwimmmeister versuchten dann, das leblose Kind wiederzubeleben. Als der Notarzt eintraf, setzte er die Reanimationsversuche drei Stunden lang vor Ort fort, danach wurde das Kind im Rettungswagen ins Göttinger Universitätsklinikum gebracht. Die Ärzte dort konnten jedoch nichts mehr für den Jungen tun, er war tot. Weder die Mutter noch der Schwimmmeister waren bislang vernehmungsfähig, sie stehen beide unter Schock. Einer Seelsorgerin zufolge erhoben aber weder die Mutter noch der Vater des toten Jungen Vorwürfe gegen das Schwimmbad oder die Aufsicht dort. Um zu klären, woran genau das Kind gestorben ist, hat die Staatsanwaltschaft Braunschweig eine Obduktion angeordnet.

Das Gandersheimer Waldschwimmbad läuft nicht in der Regie der Stadt, sondern wird seit 2010 von einer Genossenschaft betrieben, die Bürger gegründet haben. Eine für Sonntagabend geplante Veranstaltung wurde aus Pietätsgründen abgesagt.

ego/fis

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