Stephan Weil besucht Hochwassergebiet

„Für Entwarnung gibt es keinen Grund“

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Foto. „Es ist eine Rekordflut in einem wichtigen Teil Niedersachsen. Es versteht sich von selbst, dass ich heute hier bin“, sagte Weil:

Hitzacker - Ministerpräsident Stephan Weil hat am Montag die niedersächsische Hochwasserregion an der Elbe besucht. Das Landesoberhaupt schaute sich mehrere Krisenorte wie etwa die vom Hochwasser bedrohte Stadt Hitzacker an. HAZ-Reporter Christian Link ist vor Ort und berichtet aus dem Hochwassergebiet.

„Es ist eine Rekordflut in einem wichtigen Teil Niedersachsen. Es versteht sich von selbst, dass ich heute hier bin“, sagte Weil bei seinem Besuch in Hitzacker. Er sei gekommen, um sich zu informieren, aber auch um den Einsatzkräften vor Ort zu danken. „Die Helfer leisten hier seit Tagen eine hervorragende Arbeit“, lobte Weil.

In Hitzacker hatte der Elbe-Pegel am Montagmorgen die Acht-Meter-Marke überschritten. Das ist der höchste Wasserstand, der dort jemals gemessen wurde. „Es ist nicht nur eine Scheitelwelle, die überstanden werden muss“, sagte der Ministerpräsident bei seinem Besuch an der Hochwasserschutzwand. Auch in den nächsten Tagen komme durch das dauerhafte hohe Hochwasser viel Arbeit auf die Einsatzkräfte zu. „Für Entwarnung gibt es keinen Grund“, sagte Weil.

Nach Umweltminister Stefan Wenzel und Innenminister Boris Pistorius ist Weil das dritte Kabinettsmitglied, das die Krisenregion in Niedersachsen besucht. Der Landeschef stellte finanzielle Hilfen in Aussicht, die jeweils zur Hälfte von Bund und Ländern getragen werden sollen. Die Verhandlungen würden derzeit laufen. „Wir wollen schnell und unbürokratisch helfen“, sagte Weil. Zunächst gehe aber darum, weitere Schäden zu verhindern.

Auch Hitzacker hofft auf finanzielle Hilfe. „Es ist Sommer und die Touristen bleiben aus“, sagte Hitzackers Bürgermeister Holger Mertins. Dem Kurort und den Betrieben würden durch den dadurch wichtige Einnahmen verloren gehen. „Das Stadtsäckel ist nicht so gut gefüllt, als dass wir das ausgleichen könnten“, sagt Mertins. Im Gegenteil. „Der Haushalt ist derzeit desolat“, bilanzierte das Gemeindeoberhaupt.

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