Schimmelpilze im Tierfutter

Futtermittelskandal: Offenbar 3.000 weitere Betriebe betroffen

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Hannover - Der Skandal um verseuchtes Tierfutter ist offenbar noch größer als bisher angenommen. Die Zahl der in Niedersachsen betroffenen Betriebe erhöhte sich am Samstagabend auf 6.457, wie das Landwirtschaftsministerium des Landes mitteilte.

Unter den nun zusätzlich in Verdacht geratenen Betrieben könnten aber auch einige der bereits 3.560 bekannten sein - mögliche Doppelnennungen würden derzeit geprüft. Unter den weiteren betroffenen Bauernhöfen sind auch Betriebe, die Milch produzieren. Diese wird nun getestet. Die Zahl der belieferten Betriebe erhöhte sich drastisch, nachdem ein weiteres Futtermittelunternehmen identifiziert wurde, das durch Schimmepilzgift verseuchtes Tierfutter erhalten habe. Außerdem lieferten drei andere Unternehmen nach Angaben des Ministeriums Vertriebslisten nach.

Verseuchtes Futtermittel von diesen könnte auch in andere Länder geraten sein. Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) griff die Futtermittelfirmen scharf an, weil sie Listen erst so spät lieferten: "Die verzögerte Zustellung zeigt, dass die Zusage der Wirtschaft, Daten im Rahmen der Rückverfolgbarkeit innerhalb kürzester Zeit vorzulegen, nicht funktioniert."

dapd

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