Lob vom Vizekanzler

Gabriel gratuliert Bremer SPD zum 150.

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Foto: „Die SPD ist seit 150 Jahren das Rückgrat der Demokratie in Bremen und in Deutschland“, sagte Gabriel.

Bremen - Bremen ist eine SPD-Hochburg. Alle Regierungschefs nach dem Zweiten Weltkrieg waren Sozialdemokraten. Zum 150. Geburtstag der SPD in Bremen erinnern Bürgermeister Jens Böhrnsen und der Bundesvorsitzende Sigmar Gabriel an Anfänge und Erfolge, aber auch an Verfolgung.

Sigmar Gabriel hat der Bremer SPD bei einer Festveranstaltung am Samstag zum 150. Geburtstag gratuliert. „Wir dürfen stolz darauf sein, dass wir nie unseren Namen ändern mussten“, sagte der SPD-Vorsitzende und Vizekanzler vor rund 700 Gästen im Congress Centrum der Hansestadt. Die junge Sozialdemokratie habe es wie überall im Reich nicht leicht gehabt.

Aber die SPD habe anders als andere Parteien in Deutschland nie etwas getan, für das sie sich so schämen musste, dass sie ihren Namen hätte ändern müssen. Die SPD habe die Demokratie verteidigt, als andere die Diktatur errichteten. „Die SPD ist seit 150 Jahren das Rückgrat der Demokratie in Bremen und in Deutschland“, sagte Gabriel. Die Grundidee der SPD sei heute so aktuell wie bei der Gründung. „Es ist die Idee der Freiheit.“

Bürgermeister Jens Böhrnsen erinnerte an die Anfangsjahre des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins (ADAV) unter Gustav Deckwitz, der den Ortsverein nach der Gründung in Bremen am 6. April 1864 beim Senat anmelden wollte und damit auf Ablehnung stieß. „Für mich ist auch ein gutes Stück Ehrfurcht dabei, wenn ich an die vielen Menschen und Generationen denke, die diese Geschichte miterlebt und mitgestaltet haben, die für unsere Grundwerte Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität gekämpft und dafür auch Verfolgung auf sich genommen haben.“ Die Geschichte der SPD in Deutschland hatte am 23. Mai 1863 mit der Gründung des ADAV durch Ferdinand Lasalle in Leipzig begonnen.

Böhrnsen betonte, dass die Bildungspolitik immer eine der zentralen Gerechtigkeitsfragen war. „Sozialdemokraten wussten von Anfang an: Bildung entscheidet über Lebenschancen.“ Deshalb dürfe die soziale Herkunft nicht den Bildungsweg des Kindes bestimmen.Nach Überzeugung des Landesvorsitzenden Dieter Reinken ist die SPD in Bremen nur durch die vielen klugen und mutigen Köpfe, die für die Partei eingestanden seien, stark geworden.

dpa

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