Ausschreitungen in Hamburg

Gegendemonstranten greifen „Besorgte Eltern“ an

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Foto: Bei einer Demonstration gegen die „Frühsexualisierung“ von Kindern ist es in Hamburg zu Ausschreitungen von Gegendemonstranten gekommen.

Hamburg - Bei einer Demonstration der Initiative „Besorgte Eltern“ ist es in Hamburg zu Ausschreitungen gekommen. Gegendemonstranten hatten die 150 Teilnehmer massiv mit Eiern, Schneebällen, Pyrotechnik und gefrorenen Plastikflaschen beworfen. Die Gruppe „Besorgte Eltern“ kritisiert den Sexualkundeunterricht an Grundschulen.

Dies teilte die Polizei am Sonntag mit. Eine 15-jährige Teilnehmerin habe dabei eine Kopfplatzwunde erlitten.Die Polizei setzte Schlagstöcke ein. „Die Polizei hat den Auftrag, Versammlungen zu schützen. In dem Fall haben wir das auch getan“, sagte ein Polizeisprecher.

Zuvor hatten sich nach Polizeiangaben rund 1000 Menschen auf dem Hansaplatz unter dem Motto „Vielfalt statt Einfalt“ versammelt, um friedlich gegen die aus ihrer Sicht homophobe Initiative zu protestieren. Den Aufruf hatten auch die Fraktionen der Linken und der Grünen unterstützt. Die Grünen-Politiker Katharina Fegebank, Jens Kerstan und Farid Müller hatten an der Kundgebung teilgenommen. Später waren die Teilnehmer zum Teil in Richtung der Kundgebung der Initiative weitergezogen, wo es dann zu den Auseinandersetzungen kam.

Das Bündnis der „Besorgten Eltern“ wendet sich gegen eine „Frühsexualisierung“ der Kinder in Kitas und an Grundschulen sowie eine „Entmündigung“ der Eltern bei der Kindererziehung und Aufklärung ihrer eigenen Kinder. „Aufklärung mit sieben – Das ist übertrieben“, stand auf einem der Transparente.

dpa/cli

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