79 Jugendliche befreit

FBI gelingt Schlag gegen Kinderprostitution

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Das FBI hat 79 Jugendliche aus dem Griff von Zuhältern befreit.

Washington - Manche Opfer sind erst 13 Jahre alt. Seit einem Jahrzehnt gehen die US-Behörden im großen Stil gegen Kinderprostitution vor. Jetzt ist ihnen wieder ein Schlag gelungen. Aber manchmal scheint es ihnen wie ein Kampf gegen Windmühlen.

Der US-Bundespolizei FBI ist erneut ein heftiger Schlag gegen Kinderprostitution gelungen. Bei einem landesweiten Großeinsatz nahmen die Ermittler nach eigenen Angaben mehr als 100 mutmaßliche Zuhälter fest und befreiten 79 Jugendliche aus deren Fängen. Drei Tage lang hatten Tausende Polizisten in 57 amerikanischen Städten Razzien durchgeführt, wie das FBI am Montag (Ortszeit) in Washington mitteilte.

Damit haben die Fahnder einen wiederholten Erfolg in der nationalen Initiative „Innocence Lost“ (Verlorene Unschuld) erzielt. In diesem seit 2003 laufenden Programm arbeiten das FBI, das Justizministerium und das Nationale Zentrum für vermisste und ausgebeutete Kinder (NCMEC) zusammen. Insgesamt hätten schon mehr als 2200 Kinder gerettet werden können, teilte das FBI weiter mit. In insgesamt mehr als 1000 Fällen seien Zuhälter verurteilt worden. Dennoch: „Kinderprostitution bleibt eine große Bedrohung für Kinder in ganz Amerika“, sagte Kevin Perkins von der Polizeibehörde.

Die gegen ihren Willen festgehaltenen Jugendlichen sind nach Angaben des US-Fernsehsenders CNN zwischen 13 und 17 Jahre alt. Ein Kind sei bereits im Alter von elf Jahren zur Prostitution gezwungen worden. Pro Jahr würden Schätzungen zufolge mindestens 100 000 amerikanische Kinder in die Prostitution getrieben. Die Razzien waren am Sonntag beendet worden. Videos von den Einsätzen werden auch im Internet gezeigt.

„Kinderprostitution und Menschenhandel zu sexuellen Zwecken passieren nicht nur am anderen Ende der Welt. Diese hinterhältigen Verbrechen geschehen in amerikanischen Städten und die Opfer sind amerikanische Kinder“, kommentierte NCMEC-Präsident Ernie Allen.

Laut Perkins handelt es sich in vielen Fällen um organisierte Kriminalität, die Täter hätten regelrechte Geschäftspläne aufgestellt und ihre „Märkte“ genau im Blick. Oft würden sie das Internet nach manipulierbaren Kindern durchsuchen oder sie an Bushaltestellen ansprechen. Sie böten ihnen Hilfe an, um ihr Vertrauen zu gewinnen.

dpa/sag

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