Massenschlägerei in Niederlanden

75 Gelsenkirchener prügeln sich mit der Polizei

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Foto: Die niederländische Polizei hat 14 Gelsenkirchener nach einer Massenschlägerei festgenommen.

Renesse - Ein Junggesellenabschieds im Nordseebad Renesse hat ein brutales Ende genommen: Mehr als 70 Deutsche prügeln auf die niederländische Polizei ein. Sechs Beamte werden verletzt. Mehr als ein Dutzend Deutsche bleibt zunächst in Haft.

Rund 75 deutsche Gäste einer Junggesellenparty haben bei einer Massenschlägerei im niederländischen Nordseebad Renesse die Polizei angegriffen und mindestens sechs Beamte verletzt. Nachdem zunächst alle festgenommen worden waren, um die Personalien zu prüfen, waren am Sonntagabend noch 14 Deutsche in Untersuchungshaft, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Zwei Polizistenmussten mit Kopfverletzungen im Krankenhaus behandelt werden. Die Partygesellschaft war dem Sprecher zufolgemit einem Doppeldeckerbus ausGelsenkirchen in den Küstenort in der Provinz Zeeland gereist.

Augenzeugen berichteten im lokalen Radio, es habe sich um Anhänger des Fußballclubs Schalke 04 gehandelt. Nach Angaben der Polizei waren sie gegen 2.40 Uhr im Kneipenviertel von Renesse auf dem Weg zu ihrem Bus. Dabei kam es zu einem Streit mit einer anderen Gruppe. Als die Polizei eingriff, attackierten die Deutschen die Beamten. Ein Beamter wurde mit einer Bierflasche am Kopf getroffen, ein anderer soll eine schwere Gehirnerschütterung haben. Vier weitere Beamte wurden leicht verletzt und erstatteten Strafanzeige wegen Körperverletzung.

Türsteher von Diskotheken kamen der Polizei zu Hilfe. Auch andere Beamte aus der Provinz Zeeland wurden eingesetzt. Die deutsche Gruppe wurde schließlich in ihrem Bus unter Polizeibegleitung zum Gefängnis nach Breda gebracht. Dort wurden die Personalien aufgenommen.

Schließlich kamen 14 Männer in Untersuchungshaft, 13 von ihnen werde öffentliche Gewalt vorgeworfen, eine Person habe sich nicht ausweisen können, hieß es von der Polizei. Die restlichen Partygäste kehrten demnach mit dem Bus nach Deutschland zurück.

Die Polizei rief Zeugen auf, sich zu melden. Zahlreiche Passanten sollen die Szenerie mit ihren Smartphones gefilmt haben.

dpa

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