Osnabrück

Gericht verhandelt über möglichen Auftragsmord

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Foto: Ein Angeklagter wird am Mittwoch von einem Justizbeamten in den Gerichtssaal des Landgerichtes Osnabrück geführt. Ihm und einem Komplizen wird vorgeworfen im vergangenen Jahr einen Mord in Auftrag gegeben zu haben.

Osnabrück - Ein heimtückischer Mord machte im vergangenen Sommer in Osnabrück Schlagzeilen: Ein 38 Jahre alter Mann war im Treppenhaus seines Hauses erschossen worden. Für die Tat müssen sich nun drei Männer verantworten.

Weil es möglicherweise einen Auftragsmord gegeben hat, stehen seit Mittwoch drei Männer vor dem Landgericht Osnabrück. Die Staatsanwaltschaft wirft einem 34-Jährigen vor, im vergangenen Jahr zwei Männer angeheuert zu haben, um einen 38 Jahre alten Familienvater zu töten.

Das Opfer starb am 13. Juli nach einer Schussverletzung in der Brust noch im Flur seines Hauses in Osnabrück. Für die Schüsse macht die Staatsanwaltschaft zwei 32 und einen 33 Jahre alte Männer verantwortlich. Das Motiv für den Mordauftrag soll Hass gewesen sein. Die Angeklagten schwiegen vor Gericht.

Der 38-Jährige hinterlässt eine 32 Jahre alte Ehefrau und eine neun Jahre alte Tochter. Beide litten seit dem Mord an Schlafstörungen und Angstzuständen, sagte der Anwalt der Witwe, die als Nebenklägerin auftritt. Es steht noch nicht fest, ob die inzwischen bei ihrer Mutter lebende Frau als Zeugin aussagen wird. Ihr Anwalt beantragte, darauf zu verzichten, da sie psychisch immer noch sehr stark unter der Tat leide.

Der mutmaßliche Auftraggeber muss sich auch noch wegen eines anderen Delikts verantworten. Im November 2010 soll er in Belm bei Osnabrück absichtlich mit seinem Auto einen Mann angefahren und mit anderen unbekannten Tätern auf das Opfer eingeschlagen haben. Als sie von einem Zeugen gestört wurden, seien sie geflüchtet, sagte der Staatsanwalt. Für den Prozess sind bis Mai zehn Fortsetzungstermine anberaumt.

dpa

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