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Corona-Demo am Montag in Göttingen: Polizei appelliert an Teilnehmende

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Von: Teresa Toth

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Laut Polizei Göttingen hat die Gewaltbereitschaft bei Corona-Demonstrationen zugenommen. (Symbolbild)
Laut Polizei Göttingen hat die Gewaltbereitschaft bei Corona-Demonstrationen zugenommen. (Symbolbild) © Christoph Schmidt/dpa

Die Polizei in Göttingen bereitet sich auf eine Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen am Jahnstadion vor. Auch eine Gegendemonstration wurde angemeldet.

Göttingen – Am Jahnstadion im Göttinger Sandweg findet am Montag (14.02.2022) eine Demonstration von Corona-Kritikern statt. Geplant ist eine Auftaktkundgebung mit anschließendem Demonstrationszug durch das angrenzende Wohngebiet. Auch eine Gegendemonstration wurde angemeldet. Die Polizei rechnet laut einem Pressebericht mit einem größeren Einsatz und hat die Zahl der Einsatzkräfte im Vergleich zu vergangenen Demonstrationen deutlich erhöht.

Um 18 Uhr soll die Veranstaltung beginnen. Anwohner und Verkehrsteilnehmer müssen dann mit zahlreichen Behinderungen sowie Straßensperrungen rechnen. Die Einsatzkräfte werden nach Angaben der Polizei jedoch versuchen, die Behinderungen so gering wie möglich zu halten. Vor allem durch die steigende Gewaltbereitschaft unter den Demonstrierenden und Gegen-Demonstrierenden sei es allerdings kaum möglich, auf alle Verstöße zu reagieren.

Demonstration in Göttingen: Teilnehmende müssen sich an Corona-Regeln halten

So wurde die Polizei etwa nach einer Montagsdemonstration Anfang Februar von verschiedenen Organisationen scharf kritisiert, weil sie auf Maskenverstöße unzureichend reagierte. Dies begründet Polizeioberrat Thomas Reuter damit, dass sich die Einsatzkräfte auf Blockaden des Demonstrationszuges und das Abwenden von körperlichen Auseinandersetzungen und Übergriffen konzentrieren mussten. „Es dürfte jedem klar sein, dass diese Bündelung von Personal nachteilige Auswirkungen auf die Ahndung von etwaigen Maskenverstößen hat, da die Beamten während dieser Zeit hierfür dann faktisch nicht zur Verfügung stehen“, sagt Reuter, der den Einsatz am Göttinger Jahnstadion leiten wird.

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Vor allem unter Gegendemonstrierenden stelle die Polizei eine wachsende Aggressivität gegenüber den Einsatzkräften fest. So kam es am vergangenen Montag (07.02.2022) etwa zu Übergriffen und einem Widerstand gegen einen Polizeibeamten*. Daher appelliert die Polizei Göttingen sowohl an Corona-Kritiker sowie Gegendemonstranten: „Bitte unterstützen Sie unsere Bemühungen um einen friedlichen Verlauf! Provozieren Sie nicht und lassen Sie sich nicht provozieren!“

Demonstrierende sollen sich an die geltenden Corona-Regeln halten. Während der gesamten Demonstration ist das Tragen einer Maske und das Einhalten von Abstand Pflicht. Wichtige Beobachtungen, wie zum Beispiel Gewalttaten, sollen der Polizei sofort über den Notruf 110 gemeldet werden. „Bitte unterstützen Sie unsere Bemühungen um einen friedlichen Verlauf!“ (tt) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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