Gruppe verteilt Samen

In Göttingen sprießt wieder der Hanf

Foto: Symbolbild

Göttingen - Eine Gruppe, die sich „Einige Autonome Blumenkinder“ nennt, hat Hanfsamen in der Göttingen ausgesät, wie es in einem Bekennerschreiben heißt. 20 Kilogramm und damit mehr als im Vorjahr seien ausgesät worden.

Wieder sprießt in Göttingen der Hanf auf öffentlichen Grünflächen. Wie schon 2013 hat eine Gruppe, die sich „Einige Autonome Blumenkinder“ nennt, Hanfsamen in der gesamten Stadt ausgesät, wie es in einem Bekennerschreiben heißt. Dabei habe man größtenteils wirkstoffarme Samen verwendet. 20 Kilogramm und damit mehr als im Vorjahr seien ausgesät worden.

Sowohl die Polizei als auch die Stadtverwaltung sind wenig begeistert von der eigenwilligen Begrünungsaktion. Zumindest an den prägnanten Plätzen haben die Ordnungshüter die Pflanzen bereits wieder ausgerupft. Die Aussaat von Hanf sei Privatpersonen nicht erlaubt, sagt Polizeisprecherin Jasmin Kaatz. Der Gehalt des berauschenden Wirkstoffs THC in den Pflanzen werde bestimmt. Ein Ermittlungsverfahren wegen Verdachts des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz werde eingeleitet. Inzwischen seien auch die Polizeistreifen sensibilisiert.

Die „Blumenkinder“ wollen mit ihrer Aktion auf eine „repressive Drogenpolitik“ aufmerksam machen. Statt „vollkommen irrational“ zu kriminalisieren, solle ein „mündiger“ Umgang mit Drogen das Ziel sein. Die Grüne Jugend Göttingen solidarisiert sich mit den Aktivisten: „Wir fordern die völlige Entkriminalisierung der Hanfpflanze und eine Politik, die auf der Drogenmündigkeit der Konsumenten und nicht auf einer vorurteilsbasierten Verbotspolitik beruht“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Von Michael Brakemeier und Heidi Niemann

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