Bereits ersten Vergiftungsfall

Göttinger Experten warnen vor tödlichen Pilzen

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Tödlich giftig ist der Grüne Knollenblätterpilz mit seinem meist olivgrünen Hut. Er wächst unter Laubbäumen, besonders unter Eichen.

Göttingen - Das feucht-heiße Wetter lässt derzeit die Pilze kräftig sprießen. Sammler sollten besondere Vorsicht walten lassen: Zu den Pilzen, die jetzt vermehrt zu finden sind, gehört auch der Grüne Knollenblätterpilz. Schon der Verzehr geringer Mengen dieses Pilzes kann tödliche Folgen haben, warnen Experten.

Die Experten des Giftinformationszentrums-Nord in Göttingen warnen vor dem Grünen Knollenblätterpilz, der durch das feucht-warme Wetter derzeit optimale Bedingungen zum Sprießen hat. Es habe bereits einen ersten schweren Vergiftungsfall in Niedersachsen gegeben, sagte eine Sprecherin. Die betroffene Patientin liege seit der vergangenen Woche auf der Intensivstation eines Krankenhauses.

Ursache der schweren Vergiftung war offenbar eine Verwechslung. Die Patientin soll einen Pilz aus ihrem Garten verzehrt haben, den sie irrtümlicherweise für einen Champignon gehalten haben soll. Tatsächlich war es jedoch ein Giftpilz. Solche Verwechslungen kommen immer wieder vor. Gerade bei vermeintlichen Champignons sollte man größte Vorsicht walten lassen, weil sie leicht mit Knollenblätterpilzen verwechselt werden können, warnen Pilzexperten. Auch der Karbol-Egerling, eine giftige Pilzart aus der Familie der Champignon-Verwandten, sieht den essbaren Champignons sehr ähnlich. Beim Verdacht auf eine Pilzvergiftung sollte man sich in das nächste Krankenhaus bringen lassen. Dabei sollten Erbrochenes, Pilzabfälle und Reste der Mahlzeit zur Untersuchung mitgenommen werden, empfehlen die Göttinger Giftexperten.

r.

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