Irmela Mensah-Schramm

Göttinger Friedenspreis geht an „Polit-Putze“

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Foto: Die Preisträgerin Irmela Mensah-Schramm und der Kuratoriumsvorsitzende Götz Neuneck haltenbei der Friedenspreisverleihung in Göttingen gemeinsam die Urkunde.

Göttingen - Die als als „Polit-Putze“ bekannt gewordene Aktivistin für Menschenrechte Irmela Mensah-Schramm hat den Göttinger Friedenspreis 2015 erhalten. Sie hat in den vergangenen Jahrzehnten rund 100.000 rechtsextreme Hass-Schmierereien, Aufkleber und Nazisymbole entfernt.

Die ehemalige Erzieherin und Heilpädagogin an einer Berliner Schule für geistig Behinderte wurde dafür geehrt, dass sie in den vergangenen Jahrzehnten rund 100.000 rechtsextreme Hass-Schmierereien, Aufkleber und Nazisymbole entfernt hat. Mensah-Schramm nahm die mit 3000 Euro dotierte Auszeichnung am Samstag in Göttingen entgegen.

Mit dem Preis werde Mensah-Schramms langjähriger, mutiger und herausragender praktischer Einsatz für Frieden, Demokratie und Menschenrechte gewürdigt, heißt es in der Verleihungsurkunde. Sie habe durch ihre Aktivitäten ein bewundernswertes und vorbildliches Zeichen gesetzt.

Ihr sei irgendwann klar geworden, dass Hasssprüche nicht dadurch verschwinden, dass man sich über sie ärgere, sagte die Geehrte. Deshalb sei sie gezielt und kontinuierlich dagegen vorgegangen.

Der Göttinger Friedenspreis wird von der Stiftung Roland Röhl jährlich an Einzelpersonen oder Gruppen verliehen, die sich mit grundlegender wissenschaftlicher Arbeit oder herausragendem praktischen Einsatz um den Frieden verdient gemacht haben. Der Preis erinnert an den 1997 gestorbenen Wissenschaftsjournalisten Roland Röhl, der sich mit Sicherheitspolitik und Konfliktforschung befasst hatte. Frühere Preisträger waren unter anderem Egon Bahr und Hans Küng.

dpa

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