Mögliches Endlager

Gorleben-Erkundung kann fortgesetzt werden

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Foto: Ein mögliches atomares Endlager? Die Erkundung im Salzstock Gorleben kann vorerst fortgesetzt werden.

Hannover - Die umstrittenen Erkundungen im Salzstock von Gorleben als atomares Endlager können vorerst fortgesetzt werden. Das Landesbergamt Clausthal-Zellerfeld habe eine Verlängerung des sogenannten Hauptbetriebsplans für das Bergwerk bis Ende des Jahres erlaubt.

Das teilte eine Sprecherin des Umweltministeriums in Hannover am Mittwoch nach entsprechenden Medienberichten mit. Die Genehmigung wurde dem zuständigen Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) zugestellt. Eigentlich wäre der Betriebsplan zur Erkundung an diesem Sonntag (30. September) ausgelaufen.

Den Antrag zur Verlängerung hatte das BfS im Juni gestellt. Sie sei „zeitlich eng befristet“, da es noch keine politische Entscheidung über das weitere Vorgehen in Gorleben gebe, hieß laut „Frankfurter Rundschau“ (Donnerstag) beim BfS. Einen gültigen Betriebsplan brauche man unabhängig davon, wie es in Gorleben konkret weitergehe - ob es weiter untersucht, lediglich offen gehalten oder stillgelegt werde. Ein parteiübergreifender Konsens in der Endlagerfrage ist bislang auch unter dem neuen Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) nicht gefunden.

Niedersachsens Umweltminister Stefan Birkner (FDP) kritisierte Altmaier unterdessen wegen des Stillstands der Gespräche über das Endlagersuchgesetz. Dem NDR Fernsehmagazin „Hallo Niedersachsen“ sagte Birkner: „Meine zeitlichen Vorstellungen decken sich nicht mit denen von Herrn Altmaier, sonst wären wir nämlich schon längst im Ergebnis.“ Ursprünglich sei ein Abschluss der Gespräche bis Ende September erwartet worden. „Ich sehe im Moment nicht, was in den nächsten vier Wochen anders sein soll als in den letzten vier Wochen, deshalb befürchte ich, dass es zu weiteren Verzögerungen kommt.“

dpa/sag

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