Sparen

In Goslar gehen die Lichter aus

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Die Nachtabschaltung ist ein kleiner Teil des Sparprogramms.

Goslar - Goslar muss sparen - und schaltet deshalb ab jetzt nachts die Straßenbeleuchtung ab. Kritiker befürchten, dass die Überfälle zunehmen werden.

In Goslar wird Strom gespart, um die hohen Schulden zu tilgen. Seit der vergangenen Nacht schaltet die Stadt im Harz einen Großteil der Straßenlampen zwischen 0 und 5 Uhr ab. „Damit sollen pro Jahr rund 100000 Euro eingespart werden“, erklärt Stadtsprecher Christian Burgart. Ein weiterer Schritt zur Senkung der Stromkosten ist die Umrüstung auf LED-Leuchten.

Die Nachtabschaltung ist ein kleiner Teil des Sparprogramms, zu dem sich Goslar mit dem Land Niedersachsen in einem Zukunftsvertrag verpflichtet hat. Mit diesem Pakt wurde die Stadt Anfang 2013 auf einen Schlag drei Viertel ihrer Kassenkredite los - knapp 44 Millionen.In einigen Stadtteilen Goslars bleiben die Laternen in der Nacht bereits seit Anfang März aus. Seit gestern ist die Nachtabschaltung auf fast das gesamte Stadtgebiet ausgedehnt worden. Die einzige Ausnahme bildet die Altstadt, als Zentrum für Touristen und das Nachtleben, sowie einige Hauptstraßen.

Kritiker befürchten, dass so die Straftaten in der Dunkelheit zunehmen könnten. „In den vergangenen drei Monaten konnten wir in den bereits abgeschalteten Ortsteilen keinen solchen Trend feststellen“, sagt Stadtsprecher Burgart. Zudem würden die neuralgischen Punkte - Bahnhofsunterführungen und Fußgängerüberwege - beleuchtet bleiben. „Da die Stromkosten auf lange Sicht weiter steigen werden, werden wir zudem auf LED umrüsten.“ Dafür sollen 200000 Euro investiert werden.

Auch in der Gemeinde Hinte im Landkreis Aurich gehen nachts die Lichter aus. Allerdings können die Bürger dort selbst die Lampen wieder anschalten. Dafür müssen sie eine zentrale Nummer wählen. Eine spezielle Software sorgt dann für 15 Minuten Licht im gewünschten Bereich. „Eine schöne Idee“, sagt Burgart. Allerdings müssten die Kosten zunächst geklärt werden.

Matthias Pöls

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