Schaden im Atomkraftwerk

AKW Grohnde fällt wohl Monate aus

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Nach den Plänen der Bundesregierung gehört Grohnde zu den Kernkraftwerken, die regulär 2021 abgeschaltet werden.

Grohnde - Das Atomkraftwerk Grohnde bei Hameln fällt wohl länger aus als geplant. Bei der jährlichen Revision wurde ein Schaden an einem Generator entdeckt, der so schnell wohl nicht zu beheben ist.

Experten des Umweltministerium untersuchen zurzeit den Schaden im Atomkraftwerk Grohnde bei Hameln. Wie ein Ministeriumssprecher am Mittwoch sagte, sei während der jährlichen Revision aufgefallen, dass der Stromgenerator des Kraftwerks defekt sei. „Der Generator befindet sich zwar nicht im nuklearen Bereich des Atomkraftwerks, gleichwohl erwarten wir vom Betreiber eine vollständige Klärung der Ursachen“, sagte Umweltminister Stefan Wenzel am Mittwoch (Grüne)in Hannover. Von Interesse sei dabei auch, wann der Schaden genau aufgetreten sei und warum der Schaden nicht früher festgestellt werden konnte. Auch der AKW-Betreiber e.on lässt derzeit untersuchen, wie der Schaden an dem Generator entstanden ist, der aus dem Jahr 2000 stammt und von Siemens hergestellt worden ist,

Es sei sehr unwahrscheinlich, dass das Kraftwerk wie ursprünglich geplant am 11. Mai wieder ans Netz gehen könne, sagte Wenzels Sprecher. Es bleibe vermutlich mehrere Wochen, wenn nicht gar Monate abgeschaltet. Einen neuen Generator zu beschaffen, sei aufwendig und teuer, hieß es.

Das AKW war am vergangenen Freitag für die jährliche Routine-Revision und den Austausch verbrauchter Brennelemente vom Netz genommen worden. Nach den Plänen der Bundesregierung gehört Grohnde zu den Kernkraftwerken, die regulär 2021 abgeschaltet werden.

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