Zweimonatige Abschaltung

AKW Grohnde wieder am Netz

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Nach zwei Monaten wieder am Netz: Das AKW Grohnde bei Hameln.

Hameln - Das AKW Grohnde bei Hameln ist nach einer Revision wieder am Netz. Niedersachsens Umweltministerium hatte die Genehmigung zunächst wegen des Verdachts auf Pfusch bei Reparaturarbeiten gestoppt.

Das Atomkraftwerk Grohnde ist wieder am Netz. Das teilte der Energieversorger e.on am Sonntag mit. Der Meiler bei Hameln sei am Samstagabend wieder mit dem Stromnetz verbunden worden. Das AKW war vor zwei Monaten für eine Revision abgeschaltet worden. Das Umweltministerium in Hannover hatte den geplanten Neustart zunächst gestoppt, nachdem es Hinweise auf mögliche Mängel bei der Reparatur gegeben hatte. Am Freitag wurde die Genehmigung dann doch erteilt. e.on habe den Nachweis erbracht, dass die Reparaturarbeiten ordnungsgemäß ausgeführt worden seien, teilte das Ministerium mit.

Die Anti-Atom-Initiative Ostwestfalen-Lippe hatte beklagt: Eon habe einen Riss an einer 30 Jahre alten Armatur unter Zeitdruck schweißen lassen, damit Grohnde an diesem Wochenende rasch wieder hochgefahren werden könne. Ein Austausch des Teils, das die Atomkraftgegner im nuklearen Bereich der Anlage vermuten, wäre ihrer Meinung nach sicherer gewesen. e.on nannte die Kritik ein durchsichtiges, politisch motiviertes Manöver, mit dem das Wiederanfahren verhindert werden solle. Auch von Niedersachsens Oppositionsparteien CDU und FDP kam Kritik.

dpa/frs

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