Paschedag weist Vorwürfe zurück

Ein großes Missverständnis?

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Foto: Der nach einer Affäre um einen zu großen Dienstwagen entlassene niedersächsische Agrar-Staatssekretär Udo Paschedag (Grüne) hat alle gegen ihn gerichteten Vorwürfe zurückgewiesen.

Hannover - Der entlassene niedersächsische Agrar-Staatssekretär Udo Paschedag (Grüne) hat in der Dienstwagen-Affäre alle Vorwürfe gegen ihn zurückgewiesen. Grund für die Beschaffung des größeren Wagens seien Rückenprobleme gewesen, sagte er im Untersuchungsausschuss – und nimmt seine Ex-Dienstherren in die Pflicht.

Der nach einer Affäre um einen zu großen Dienstwagen entlassene niedersächsische Agrar-Staatssekretär Udo Paschedag (Grüne) hat alle gegen ihn gerichteten Vorwürfe zurückgewiesen. Er habe weder auf eine Höhergruppierung beim Gehalt hingearbeitet, noch habe er wahrheitswidrige Aussagen gemacht oder dem Land Niedersachsen wirtschaftlichen Schaden zugefügt, sagte der 59-Jährige am Donnerstag vor dem Untersuchungsausschuss des Landtags in Hannover. "Als meinen Fehler betrachte ich, dass ich die von dem Wagen ausgehende Symbolwirkung unterschätzt habe", räumte Paschedag aber ein.

Grund für die Beschaffung seien Rückenprobleme gewesen. Er war Anfang September entlassen worden, weil er sich einen zu großen Dienstwagen bestellt hatte und die Zustimmung von Regierungschef Stephan Weil (SPD) vorgetäuscht haben soll. Vor dem Ausschuss betonte Paschedag, er sei nach einem Gespräch mit Weil und Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) davon ausgegangen, dass beide Verständnis für sein Rückenleiden gehabt hätten und der Beschaffung der darauf ausgelegten Limousine zugestimmt hätten. Dies sei im Nachhinein betrachtet eine falsche Schlussfolgerung und damit ein Missverständnis gewesen. Die Limousine sei im Leasing und Verbrauch jedoch günstiger als das ihm zustehende Modell gewesen.

dpa

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