Aktion in Goslarer Fußgängerzone

Hakenkreuz im Pflaster kostet Azubi den Job

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Goslar - Erst verlegte er ein Hakenkreuz ins Pflaster der Goslarer Innenstadt, dann verbreitete er noch Handyfotos per Whatsapp von seiner Tat: Ein 23-Jähriger Straßenbau-Azubi wurde nun in zweiter Instanz zu knapp 1000 Euro Geldstrafe verurteilt. Seinen Job ist er bereits los: Die Baufirma hat ihm gekündigt.

Weil er ein Hakenkreuz im Pflaster der Goslarer Fußgängerzone verlegt hat, muss ein ehemaliger Straßenbau-Azubi knapp 1000 Euro Geldstrafe zahlen. Das hat am Montag das Amtsgericht Goslar entschieden. Es bestätigte damit weitgehend einen Strafbefehl wegen der Verwendung von Kennzeichen verfassungsfeindlicher Organisationen, gegen den der Azubi Einspruch eingelegt hatte. Lediglich die Höhe der Geldstrafe wurde in dem Urteil von 1650  Euro auf 975 Euro reduziert. Dabei wurde unter anderem berücksichtigt, dass die Baufirma dem Mann inzwischen gekündigt hat.

Komplize behält seinen Job

Laut Staatsanwaltschaft Braunschweig hatte der 23-Jährige das Hakenkreuz-Muster gemeinsam mit einem 49 Jahre alten Gesellen der Baufirma im vergangenen September bei Pflasterarbeiten in der Goslarer Innenstadt verlegt. Die Stadt hatte es zwar schnell entfernen lassen, allerdings kursierten im Internet Fotos des Machwerks aus roten Pflastersteinen – der Azubi hatte die Bilder aufgenommen und beim Nachrichtendienst Whatsapp verbreitet.

So blieb am Montag vor Gericht auch kein Zweifel an der Schuld des Mannes. In einem Whatsapp-Chat hatten sich der 23-Jährige und der 49-Jährige über das Hakenkreuz im Pflaster ausgetauscht. Die Bilder fanden ihren Weg ins Internet, Medien bis nach Japan griffen sie auf. Der 49-jährige Komplize hat seinen Strafbefehl in Höhe von 1000 Euroim Januar akzeptiert. Er ist weiterhin bei der Goslarer Baufirma beschäftigt.

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