Palästinenser beschuldigen Israel

Hamas will Spionagedelfin gefangen haben

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Foto: Ein Foto des angeblichen Spionagedelfins gibt es nicht. Dieses Tier lebt im Definarium in Nürnberg.

Gaza-Stadt - Der palästinensischen Hamas ist ein Spion ins Netz gegangen – wortwörtlich. Die Organisation verbreitet, dass sie einen Delfin gefangen hat, der von Israel dressiert wurde, um Gazas Küste zu beobachten. Es ist nicht das erste Mal, dass Tiere in Verdacht stehen, israelischen Spione zu sein.

In der arabischen Welt ist der israelischen Geheimdienst Mossad ein beliebter Protagonist in allerlei Verschwörungstheorien. Nun ist eine weitere Episode hinzu gekommen. Eine palästinensischen Zeitung berichtet, dass die palästinensischen Organisation Hamas vebreitet, einen israelischen Spionagedelfin gefangen zu haben. Das Tier soll "verdächtige Bewegungen" gemacht haben.

Taucher der Hamas hätten den Delfin gefangen und zur Küste Gazas gebracht, berichten israelischen Medienin Bezug auf den Vorfall. Der dressierte Spion soll es auf die Marine-Aktivitäten der Hamas abgesehen haben. Er habe sogar eine Waffe bei sich gehabt: eine Ausstattung, mit der er kleine Pfeile habe abschießen können. Ein Bild von dem Delfin veröffentlichte die Hamas anscheinend nicht.

Es ist nicht das erste Mal, dass Israel beschuldigt wird, Tiere zu dressieren. Ein beliebter ägyptischer Mythos ist, dass der Mossad Haie ausbilde, um an der ägyptischen Küste des Roten Meers Touristen anzugreifen. Mehrere Länder, darunter die Türkei, der Sudan und die libanesische Hisbollah haben außerdem behauptet, israelische Spionage-Adler gefangen zu haben. Es gibt sogar eine eigenen Wikipedia-Seite zu israelbezogenen, tierischen Verschwörungstheorien.

Allerdings: Wie unlängst bekannt wurde, unterhält immerhin die US-Marine bereits seit den sechziger Jahren ein Programm, dass den militärischen Nutzen von Wassersäugern erforschen soll.

aks

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