Umfrage zur Bürgerschaftswahl

Hamburger SPD muss um absolute Mehrheit fürchten

+
Foto: Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) muss sich vielleicht nach der nächsten Wahl einen Koalitionspartner suchen.

Hamburg - Rund drei Monate vor der Bürgerschaftswahl muss die Hamburger SPD um Oberbürgermeister Olaf Scholz laut einer Umfrage um ihre absolute Mehrheit bangen, sitzt aber weiter sicher im Sattel.

45 Prozent der Wahlberechtigten würden für die Sozialdemokraten als stärkste Kraft stimmen - im Vergleich zu ihrem Wahlergebnis von 2011 würde die SPD jedoch damit drei Prozentpunkte einbüßen, berichtete das „Hamburger Abendblatt“ am Samstag. Im Auftrag der Zeitung hatte das Meinungsforschungsinstitut Gess zwischen dem 24. Oktober und dem 3. November Hamburger befragt.

Demnach legte die CDU in den Umfragewerten zu und kommt nun auf 27 Prozent (2011: 21,9 Prozent). Die Grünen treten bei 11 Prozent auf der Stelle, die Linke verbesserte sich leicht von 6,4 Prozent auf 7 Prozent. Weder die AfD, die auf 4 Prozent käme, noch die FDP, die nur 2 Prozent erhielte, schaffen es demnach ins Parlament.

Zusammengerechnet wäre damit zwischen der Regierungspartei und der Opposition eine Pattsituation erreicht: Die SPD auf der einen Seite, CDU, Grüne und Linke auf der anderen wären mit jeweils 45 Prozent der Stimmen gleichauf. Laut „Abendblatt“ würden bei dem Stimmungsbild lediglich Kommastellen darüber entscheiden, ob Scholz in der nächsten Amtszeit ohne Koalitionspartner auskommt.

Der Bürgermeister kann in dem Wahlkampf aber offenbar mit einem großem Bonus antreten: Neben der besten Bewertung der politischen Akteure aus Regierung und Opposition (Schulnote 2,6), liegt sein Bekanntheitsgrad in Hamburg laut Umfrage bei 99 Prozent.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare