Projekt „Lesementoring“

Hannover erhält Deutschen Ehrenamtspreis

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Foto: Bislang haben über 1.000 Mentoren die Lesefähigkeiten von rund 3.000 Kindern in Hannover verbessert, so Projektleiterin Ulrike Knoch-Ehlers.

Berlin/Cloppenburg - Das Bündnis für Gemeinnützigkeit hat am Freitag in Berlin den Deutschen Ehrenamtspreis verliehen. Unter den geehrten waren auch zwei Initiativen aus Niedersachsen.

Das Bündnis für Gemeinnützigkeit hat amFreitag in Berlin den Deutschen Engagementpreis verliehen. Der mit 10.000 Euro dotierte Publikumspreis ging an den Verein „Der kleine Nazareno“, der sich für Straßenkinder in Brasilien einsetzt. Die Brüder Bernd und Werner Rosemeyer organisieren nach eigenen Angaben seit 22 Jahren die Hilfe. Der Verein hat seinen Sitz in Löningen im Landkreis Cloppenburg. Bernd Rosemeyer lebt seit 28 Jahren in Brasilien. Er baute die gleichnamige brasilianische Organisation „O Pequeno Nazareno“ zur wichtigsten Straßenkinderhilfsorganisation in ganz Brasilien aus. Werner Rosemeyer sammelt in Deutschland Spenden, hält Vorträge und informiert über Straßenkinder in Brasilien.

Die niedersächsische Landeshauptstadt Hannover erhielt den Ehrenamtspreis für ihr Projekt „Lesementoring“. Damit fördere die Stadt seit über zehn Jahren das Lesen aber auch soziale und kulturelle Schlüsselkompetenzen, hieß es. „Jugendliche fördern Kinder und alle haben etwas davon“, fasste Projektleiterin Ulrike Knoch-Ehlers das Konzept zusammen. Bislang hätten über 1.000 Mentoren die Lesefähigkeiten von rund 3.000 Kindern verbessert. In der diesjährigen Schwerpunktkategorie „Miteinander der Generationen“ erhielt die „Generationsbrücke Deutschland“ aus Aachen eine Auszeichnung.

Dort werden regelmäßig Begegnungen zwischen Bewohnern von Altenpflegeeinrichtungen und Kindergarten- und Schulkindern organisiert. Das Maximilian-Kolbe-Werk aus Baden-Württemberg bekam für sein Projekt "Demokratieerziehung an sächsischen Schulen" ebenfalls einen Preis. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) lobte anlässlich der Verleihung ehrenamtlichen Einsatz. „Sich freiwillig zu engagieren bedeutet, aktiv mitzugestalten und gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen“, sagte die SPD-Politikerin. Sie wolle, „dass wir dieses Engagement stärker anerkennen, mehr fördern und sichtbarer machen“. Der Engagementpreis ist der wichtigste Ehrenamtspreis. Er wird in fünf Kategorien vergeben.

dpa

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