Hochwassereinsatz

Hannovers Helfer bleiben länger in Magdeburg

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Die hannoverschen Helfer von Feuerwehr und THW sind noch bis Freitagabend im Einsatz - dann werden sie abgelöst.

Magdeburg - Die Hochwasserhelfer aus Hannover werden deutlich länger in Magdeburg bleiben als zunächst angenommen. Der Einsatz wird voraussichtlich noch eine ganze Woche andauern. Aus Magdeburg berichtet Christian Link.

"Wir werden vermutlich bis zum Ende kommender Woche im Einsatz bleiben", sagte am Donnerstag Einsatzleiter Dieter Rohrberg. Grund dafür ist das späte Eintreffen des Scheitelpunkts der Elbe. Die größte Flutwelle wird laut neuesten Prognosen wohl erst am Sonntag oder Montag eintreffen. "Es kann sein, dass die Hochwasserlage dann bis zu fünf Tage benötigt, um abzuklingen", sagte Rohrberg. So lange müssten die Helfer vor Ort bleiben.

Zusammen mit seinem Stab koordiniert Rohrberg derzeit rund 800 Helfer aus Berlin, Wolfsburg, Braunschweig, dem Landkreis Goslar und Hannover.Die rund 130 Einsatzkräfte von den Feuerwehren aus Stadt und Region Hannover waren am Dienstagmorgen um 8 Uhr die erstenan der Einsatzzentrale auf dem Magdeburger Messegelände, von wo aus der nördliche Teil der Stadt gesichert wird.

Seit Einsatzbeginn ist das Kontingent der Helfer stetig angewachsen. "Wir haben innerhalb von zwei Tagen alle wesentlichen Aufgaben bewältigen können", sagte der Einsatzleiter. 70.000 Sandsäcke wurden ebenso in Deichen verbaut wie 5000 so genannte Big Bags - riesige Sandsäcke, die pro Stück jeweils eine Tonne wiegen.

"Am Freitagabend werden wir die Einsatzkräfte austauschen", kündigte Rohrberg an. Wegen der hohen Arbeitsbelastung könnten die Helfer nur im Schichtbetrieb arbeiten. Außerdem bestehen die Hilfskräfte zu rund 80 Prozent aus ehrenamtlichen Helfern, sagte Rohrberg. Diese müssten sich in vielen Fällen wieder bei ihren Arbeitgebern melden.

Von Christian Link

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