„Roland von Bremen“

Hansekogge versinkt in der Weser

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Foto: Die historische Hansekogge "Roland von Bremen", maritimes Wahrzeichen der Stadt Bremen, ist in der Nacht zum Mittwoch in der Weser versunken. Warum die Kogge sank, ist noch unklar.

Bremen - Die Hansekogge "Roland von Bremen" ist ein bei Touristen beliebtes Fotomotiv. Der Nachbau einer Kogge aus dem Jahr 1380 symbolisiert die Handelstradition der Bremer Kaufleue. Jetzt ist das hölzerne Schiff an seinem Liegeplatz am Rande der Altstadt gesunken.

Eines der maritimen Wahrzeichen Bremens, die nachgebaute Hansekogge "Roland von Bremen", ist in der Weser versunken. Am Dienstag ragten nur noch der Mast und Teile der Decksaufbauten aus dem Wasser. Feuerwehrleute legten eine Ölsperre um das 24 Meter lange hölzerne Schiff.

Die "Roland von Bremen war nach Angaben der Polizei in der Nacht aus unbekannten Gründen voll Wasser gelaufen und untergegangen. Gegen 3.00 Uhr hatte sich ein Zeuge bei der Polizei gemeldet. Die "Roland von Bremen" ist der Nachbau einer Kogge aus dem Jahr 1380, deren Reste 1962 bei Bauarbeiten in der Weser gefunden worden waren. Das Original steht im Deutschen Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven.

Als die Feuerwehr am frühen Morgen am Schlachte-Anleger eintraf, war schon Wasser über das Deck geschwappt, so dass die Einsatzkräfte nicht mehr an Bord gehen konnten. Auch vom Einsatzboot "Bremen 1" aus konnte das Sinken nicht verhindert werden. Die Ermittler der Wasserschutzpolizei gehen von einem technischen Defekt als Ursache für den Untergang aus. Taucher konnten am Vormittag wegen der starken Strömung der Weser nicht ins Wasser.

Die "Roland von Bremen" gehört der Reederei Hal över, die das Schiff für Veranstaltungen und Touristenfahrten einsetzt. Der leitende Mitarbeiter Harro Koebnick äußerte sich überrascht über den Untergang. "Alles war in einem ordentlichen Zustand", sagte er. "Wir wissen nicht, was dazu geführt hat." Die "Roland von Bremen" werde regelmäßig kontrolliert. "Wir müssen jetzt erstmal sehen, wie das passieren konnte." Erst danach könne man etwas zur Zukunft des Schiffes sagen.

dpa

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