Noch nicht genug vom Winter?

Der Harz lockt mit Alpinski, Langlauf und Rodeln

+
Foto: Hahnenklee ist aus Richtung Norden am einfachsten zu erreichen. Vor allem Familien kommen auf ihre Kosten.

Goslar - Nicht jeder wünscht sich in den Osterferien noch Schnee. Bei Liftbetreibern und Gastronomen im Harz allerdings herrscht – nach dem Tauwetterblues zu den Zeugnisferien – nun Jubelstimmung. Alpinski, Langlauf und Rodeln, alles ist möglich.

Von „besten Wintersportbedingungen“ schwärmte am Freitag Eva Ronkainen vom Tourismusverband. Schön kalt sei es, und die Sonne beleuchte die tief verschneite Landschaft zu dieser Jahreszeit bis in die Abendstunden. Einige Tipps für diejenigen, die vom Winter nicht genug bekommen können:

Hahnenklee: per Seilbahn zum Rodeln

„Wintersport geht in die Verlängerung“, heißt es am 726 Meter hohen Hausberg von Goslar-Hahnenklee, dem Bocksberg. Der Betreiber der Kabinenseilbahn hatte zu Mitte März schon die Sommersaison ausrufen wollen. Nun aber gehören Familienabfahrt und Rodelbahn, beide rund 1,5 Kilometer lang, doch noch den Schneefreunden. „Die Pisten verlaufen parallel, so können sich Familienmitglieder problemlos unten wieder treffen“, sagt Julia Thienemann vom Tourismusbüro. Auch die Skischulen hätten „noch Zeit und Lust“, Kurse zu geben.

Braunlage: von Pferden gezogen

Braunlage mit seinen diversen Pisten ist bei passionierten Alpinskifahrern der Favorit. Während der 971 Meter hohe Wurmberg auch zu anspruchsvollen Abfahrten verlockt, ist der Hang an der Rathauswiese zum Üben geeignet. Ein besonderes Erlebnis verspricht, für 15 Euro pro Person, eine Fahrt mit dem Pferdeschlitten zu werden. „Ich habe genug Decken und Schaffelle dabei“, sagt Anbieter Dieter Linde. Warm eingepackt gehe es rund eineinhalb Stunden lang im Zehner-Schlitten durch den Ort und in den Nationalpark. Linde geht am Sonnabend und Sonntag ab 10.30 Uhr auf Tour. Wer ihn am Großparkplatz oder im Ort sieht, könne ihn „ansprechen und einsteigen“ - wenn der Platz reicht.

St.Andreasberg: auf Reifen rutschend

Einzigartig in St.Andreasberg ist die Möglichkeit, auf Gummireifen ein Stück den Berg runterzurutschen. „Die Snowtubingbahn neben dem Rathaus ist am Sonnabend und Sonntag ab 10 Uhr geöffnet“, verspricht Margret Kahlert von der Touristeninformation. Die fahrbaren Untersätze sind unbemantelte Lastwagenschläuche mit einer Grundplatte aus PVC. Nach rund 200 Meter Talfahrt geht es per Lift wieder nach oben. Sportlich ambitionierter geht es am fünf Kilometer nördlich gelegenen Sonnenberg zu. Dort kommen neben den Rodlern auch Skifahrer auf ihre Kosten. Wer Verschiedenes probieren will: Wie auch andernorts im Harz finden Spontanurlauber noch freie Unterkünfte.

Torfhaus: zu Fuß auf den Brocken

Auch in Torfhaus sind die Lifte am Wochenende geöffnet: der mit 300 Metern längste Rodellift „Brockenblick“ und der Lift zur 400-Meter-Skiabfahrt. Im Nationalpark bieten sich jedoch auch Möglichkeiten, abseits der Pisten „Natur pur“ zu erleben. Langläufer finden ein gut präpariertes Loipennetz, und Spaziergänger können die Ruhe der Schneelandschaft genießen - auf gewalzten Wegen, wie etwa dem Goetheweg hoch zum Brocken. Den Goetheweg teilen sich die Winterwanderer bis zum Kolonnenweg mit den Langläufern in der Loipenspur. Doch Angelika Rebentisch von der Tourist-Information versichert: „Man kommt sich nicht in die Quere.“

Informationen zu den aktuellen Bedingungen sind im Internet zu finden unter wintersport.harzinfo.de und www.oberharz.de.

1581485

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare