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Hells Angels wollen die Polizei provozieren

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Hannover - Die Mitglieder des Rockerklubs Hells Angels in Deutschland wollen das immer schärfere Vorgehen der Behörden gegen ihre Organisation nicht weiter tatenlos hinnehmen. Sie haben eine Strategie entwickelt, um die Polizei unter Druck zu setzen. Sie wollen bei jedem Kontakt aggressiv auftreten und Beamte provozieren.

In einem internen Papier, das erst jetzt bekannt wurde, heißt es dazu: "Gegen jegliche polizeiliche oder justizielle Maßnahme ist Beschwerde/Widerspruch einzulegen und handelnde Polizisten mit Strafanzeigen zu überziehen."

Die Rocker verlangen von ihren Mitgliedern, bei jedem Kontakt mit den Ordnungsbehörden die Beamten zu provozieren. Sie sollen die Dienstnummer und den Namen des Polizisten erfragen, die Ermittler wegen Nötigung, Freiheitsberaubung im Amt und Körperverletzung anzeigen.

"Es gilt dabei, Polizeibeamten Angst zu machen, sie einzuschüchtern und ihnen klar zu machen, dass man so nicht gegen uns vorgehen kann", heißt es in dem Papier weiter, dasvom Magazin "Behördenspiegel", einer Zeitung für den Öffentlichen Dienst in Deutschland veröffentlicht wurde.

NachAngaben des Landeskriminalamts Niedersachsen (LKA)kursiert die neue Provikations-Strategieder Hells Angels bereits seit geraumer Zeit. "Wir sind im April dieses Jahrs vom Bundeskriminalamt darüber informiert worden", sagt LKA-Sprecher Frank Federau. Das Papier sei erstellt worden nacheiner Reihe von VerboteneinzelnerOrtsvereine der Hells Angels und habe nichts mit dem jüngsten Verbot, die Abzeichen des Klubs in der Öffentlichkeit zu zeigen, zu tun, erklärt Federau.

Die einzelnen Polizeidienststellen in Niedersachsen sind über die neue Strategie der Rocker in Kenntnis gesetzt worden. "Bislang hat es hier aber keine Vorfälle dieser Art gegeben", sagt Federau.

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