JVA Landsberg

Hier zieht Hoeneß ein

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Foto: Eine Zelle in der JVA Landsberg.

Landsberg am Lech - Uli Hoeneß muss demnächst seine Haftstrafe wegen Steuerhinterziehung antreten. Damit sich auch die Journalisten einen Eindruck verschaffen können, wo Hoeneß unterkommen wird, hat die JVA Landsberg zum „Medien-Tag“ in das Gefängnis geladen.

Uli Hoeneß darf nach seiner Verurteilung zu dreieinhalb Jahren Haft nicht auf einen Promi-Bonus im Gefängnis hoffen. „Es werden alle gleich behandelt“, sagte die Leiterin des Gefängnisses von Landsberg am Lech, Monika Groß, am Montag vor Journalisten. Hoeneß müsse nach seinem Haftantritt zunächst eine maximal zweiwöchige Zugangsphase mit mehreren Untersuchungen durchlaufen. In der Zeit sei eine Zwei-Mann-Zelle die Regel. Danach steht dem dann wohl prominentesten Häftling Deutschlands eine etwa acht Quadratmeter große Zelle zu.

Malzkaffee, Brot und Marmelade zum Frühstück. Kartoffelsuppe, Schinkennudeln und Salat zu Mittag, abends Brot, Käse und Margarine - an diese Speisenfolge wird sich Uli Hoeneßgewöhnen müssen. Wecken ist um 5.50 Uhr, Arbeitsbeginn 7.00 Uhr, Mittagspause 11.00 bis 12.00 Uhr, dann wieder Arbeit, zwei Stunden Freigang am Nachmittag sind die Regel, „Generaleinschluss“ in der Zelle ist um 19.00 Uhr. So sieht demnächst der Tagesablauf des dann wohl prominentesten Häftlings Deutschlands aus.

Der offene Vollzug mit Arbeit außerhalb des Gefängnisses sei in der Regel erst 18 Monate vor Ende der Haft möglich, erläuterte Frank Arloth vom bayerischen Justizministerium. Es gebe aber Abweichungen davon. „Jeder kommt erst in den geschlossenen Vollzug“, sagte Groß. Während der Haft können die Häftlinge entsprechend ihren Fähigkeiten arbeiten.

Im Landsberger Gefängnis gibt es eine Metzgerei. Hoeneß ist gelernter Metzger. Der wegen Steuerhinterziehung verurteilte Ex-Präsident des deutschen Fußball-Rekordmeisters FC Bayern München muss in wenigen Wochen seine Haft in Landsberg antreten. Das Gefängnis öffnete am Montag für mehr als 150 Journalisten seine Tore.

dpa/mhu

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